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MHP Arena, Stuttgart. Mittwoch, 09. September 2026
Hallo Bloggs. Es war nur eine Saison dazwischen, jetzt ertönt sie wieder, die Hymne der Champions League im Neckarstadion. Wir sind nun schon in der dritten Spielrunde in Serie dabei, beim internationalen Fussball. Man gewöhnt sich so langsam an den Spielrythmus mit den Wochentagsspielen, dazu gesellt sich ja auch der DFB-Pokal. Dieser Zustand soll möglichst lange anhalten. Vor zwei Jahren war bereits nach der Ligaphase Schluß, in diesem Frühjahr endete das Abenteuer Europa League mit dem Aus beim FC Porto, diesmal will man eine weitere Runde dranhängen. Und dazu gehört eben auch, dass das Heimspiel gegen Stavanger und dann auswärts in Bratislava gewonnen werden muss. Wer da keine volle Punktzahl einkassiert, kommt über die acht Begegnungen in der europäischen Eliteklasse nicht hinaus.
Bei allem Respekt, alles andere als ein Dreier steht nicht zur Diskussion. Gewiss hat auch der norwegische Fussball seine Klasse, aber deren Spitzenkräfte spielen allesamt im Ausland und keinesfalls in der heimischen Eliteserien. Stavanger hätte ich gerne auswärts gehabt, nun halt daheim. Statt Byfjord jetzt der Neckar, statt Lervig eben Dinkelacker. Egal, ein Sieg ist Pflicht.

Da gewinnt man ein Spiel in der Champions League daheim mit 3:1 und aber irgendwie fehlte die richtige "satisfaction". Bitte nicht falsch verstehen, der Dreier gegen Viking Stavanger war wichtig und unterm Strich hochverdient. Die Tore fielen allesamt in der ersten Halbzeit. Nach zunächst etwas zähem Beginn eröffnete Demirovic den Torreigen, der Jubel hielt allerdings nicht lange. Der VfB wurde eiskalt erwischt, eine blitzschnelle Umschaltaktion brachten den norwegischen Meister wieder zurück ins Spiel 1:1. Aber der Mann des Abend bekam nun einen Lauf, erneut Demirivic erzielte nach einem Undavzuspiel die widerum schnelle Antwort. Wieder so ein Ding unter die Latte und dann erst endgültig sicher ein Tor. Und tatsächlich noch das 3:1 durch, na wer schon?, Demirovic. Nur zwölf Minuten für drei Treffer in der Königsklasse, das gelang bislang noch keinem Spieler im Brustring. Der Jubel war verhalten, der VAR griff ein und dann aber grünes Licht, das Tor gilt. Erneute ein Assist von Undav. Der Halbzeitpfiff brachte die Entlastung für die Angereisten, deren 1.000 mitgereisten Fans wehrten sich nach besten Kräften gegen die Stimmungsübermacht.
Tja, und dann kam die zweite Halbzeit. Und es kam das, was man beim VfB so kennt. Vermisst wurde der unbedingte Wille den vierten Treffer zu erzielen. Es plätscherte etwas vor sich hin, aus der "magic night" wurde ein "gemütlich evenning". Der VfB hat eben einfach nicht das Gen und die DNA des deutschen Rekordmeisters. Mal so richtig einen Gegner abschießen, so richtig brutal von der Tischkante kicken, das können wir nicht. Und so brachten erst die Auswechslungen wieder mehr Power, mehr Attacke. Alles suchte Undav, aber es wollte einfach nicht sein, die Sache mit einem Einschuß für Deniz. Trotzdem muß dem Kapitän eine Leistungssteigerung bescheinigen, er legte immerhin zwei Treffer auf, rackerte und verteilte geschickt die Bälle. Auch die Laufleistung war schon deutlich besser und überhaupt. In Hoffe erzielt Deniz seinen ersten Treffer, behaupte ich.
Auffallend waren die Auswechslungen. Ich vermisste unseren Exkapitän Karazor. Bei diesem Spielstand und der vielen Wechsel hätte ich Ata erwartet. Es muss wie eine Demütigung wirken, für den dienstältesten Spieler im Verein und Pokalsieger von 2025. Nach dem Überraschungsverkauf von Chema hätte ich mehr Einsatzminuten für Karazor erwartet, aber so ist halt das Geschäft. Das kennt man und muss damit umgehen können.
Ganz zum Ende noch eine große Randnotiz. Die Schweigeminute für den verstorbenen norwegischen König Harlad V war vorbildlich. Kein Zwischengegröhle, kein Pfiff. Vielen Dank.

Zum Einlaufen der Teams dann das Banner zum 133. Geburtstages unseres VfB.

Daran könnte man sich gewöhnen. Die Hymne der Champions League ist nach wie vor etwas Besonderes in der MHP-Arena.

Optisch traten die Fans von Viking Stavanger kaum in Erscheinung. Auch in Sachen Lautstärke hatte man keine Chance. Allerdings habe ich persönlich so das Gefühl, dass die Stimmung bei Bundesligaspielen etwas besser ist. Da kommt deutlich mehr Power rüber.

Darauf kann man ruhig ein wenig stolz sein. Die Schweigeminute für König Harald V und die Opfer in Nepal wurde zu einem Zeichen des Respektes und der Erinnerung.

Um 19.41 waren wir Tabellenführer in der Champions League. Leider fehlte danach das gewisse Etwas die Position zu verteidigen. Irgendwie schade und aber auch doch bezeichnend, da fehlt noch viel nach ganz oben.
Keep the faith.
RaMü.
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