Von allein geklärt.
 
Hallo Bloggs. Noch vor wenigen Wochen war ich voller Tatendrang, ich wollte es in Sachen Fussballreisen vor dem Jahreswechsel nochmals so richtig krachen lassen. Ins Ausland, mindestens Europa League, eine andere Liga und / oder in Deutschland ein noch unbekannter / nicht digitalisierter Ground. Mit der Zeit aber hat sich von all den hochtrabenden Plänen ein Abschied auf Raten ergeben, Covid 19 bestimmt nach wie vor unser Leben und unseren Alltag.
Die ersten Zweifel an einem ausgedehnten Trip durch die Niederlande kamen mir, als ich die Gewaltorgien der Feyernoordfans in den beiden Spielen gegen Union gesehen habe. Nicht dass unsere Ostberliner Fussballfreunde wahre Friedensbringer wären, aber das tue ich mir nicht an. Zumal ausgerechnet Feyernoord und Rotterdam eine zentrale Rolle gespielt hätten. Gestrichen.
Also nach Arnheim, liegt in Grenznähe zum Ruhrpott und deshalb hervorragend für meine Pläne geeignet. Aber da gab es das nächste Problem, siehe Ausschnitt aus der Website von Vitesse Arnheim:
 
 
Ok, es gibt noch andere Möglichkeiten. Venlo, 2. Liga, zum Beispiel. Deren Begegnung am Freitagabend vs. Jong Utrecht hätte gepasst, zumal zwischenzeitlich der Spielplan der deutschen dritten Liga bekannt gemacht wurde. Da bot sich am Samstag, 11. Dezember ein Match an; MSV Duisburg gegen Verl um 14.00 Uhr. Man sieht, ich habe deutlich reduziert, von vier auf zwei Spiele. Also zwei neutrale Kicks sind Pflicht, vorher bewege ich mich nicht mehr, zumindest bei dieser Entfernung.
Aber, auch dieses Spiel in den Niederlanden ist nun nicht mehr möglich. Denn im Land der Tulpen wird ein kurzer, dreiwöchiger Lockdown eingeführt, zu den Einschränkungen gehört auch Fussballspiele ohne Publikum. Rechnerisch könnte es noch klappen, aber ich glaube daran nicht. Denn im Prinzip ist die vierte Welle von Corona nicht mehr zu stoppen, ich persönlich rechne sogar mit dem Einstellen im niederklassigen Spielbetrieb. Eventuell wird es in den vier oder har nur drei höchsten Klassen in Deutschland mit Publikum weitergehen, aber nur 2GPlus. Wie gesagt, meine persönliche Meinung. Mehr nicht.
So muss ich also abwarten, ob der Spielplan der Regionalligen ein passendes Freitagsspiel hergibt. Auf jeden Fall reise ich wieder mit der Bahn. Allen Schmährufen zum Trotz. So schön erste Klasse, mit dem IC oder ICE. Immer noch günstiger als alleine auf der A 61 oder so. Sollte sich nichts Passendes ergeben, dann eben nicht.
Das ist auch der Grund, warum das Samstagspiel des VfB in Wolfsburg entfällt. Denn diese Begegnung wird erst am Samstag um 18.30 Uhr angepfiffen und ist für Bahnsofortheimfahrer nicht mehr möglich. Die letztmögliche, vernünftige Verbindung ist dann Abfahrt um 19.38 Uhr ab Wolfsburg Hbf. Zehn Minuten zu Fuß, dann müsste man aber mit dem Halbzeitpfiff das Stadion verlassen. Kannste vergessen!
 
 
Hier der Fahrplan von Wolfsburg zurück. Ich habe allerdings nur bis zur letzten Umsteigestation angegeben. Aus "ermittlungstaktischen Gründen" fehlt die Endstation. Der nächste Zug wäre um 20:53 Uhr. Aber totaler Blödsinn. Bei dieser Verbindung müsste ich mich auf dem Hauptbahnhof in Frankfurt für gute 2 Stunden rumdrücken. Und das im Dezember, nee. Danke. Warum man eine solche Partie Samstags auf 18.30 Uhr ansetzt ist mir schleierhaft. Wolfsburg spiel am Mittwoch davor in der Champions League auswärts in Lille. Ok. Aber was bringt da eine Verschiebung um drei (!) Stunden? Belastungssteuerung? Lächerlich. Das ist weder Fan- noch Klimafreundlich. Auf jeden Fall schließt man diejenigen VfB-Fans aus, welche klimaneutral mit der Bahn reisen wollen. Zumal der Preis ja unglaublich attraktiv ist und das ohne Bahncard. Mit der Bahncard 25 und einem 15.-- € Gutschein käme ich unter 50.-- €, ein Schnäppchen. Schade.
 
Keep the faith.
RaMü