
WWK Arena, Augsburg. Sonntag, 22. März 2026
Hallo Bloggs. Vor dem nächsten Ligaspiel darf wieder gezittert werden. Nach Porto ist in Augsburg. Die Fuggerstädter pflegen genau jenen Spielstil, der dem VfB überhaupt nicht schmeckt. Gallig, ruppig, unangenehm, oft am Rande der Unsportlichkeit, ab und zu doch etwas mehr. Aber es ist auch eine weitere Gelegenheit, endlich den Bock auswärts mal wieder umzuwerfen. Nur ein Auswärtsdreier in der Augsburger Puppenkiste veredelt den hart umkämpften Heimsieg über die Brauseelf aus Leipzig. Nur dann. Denn schließlich steht nach der Länderspielpause mit Dortmund der nächste Kracher ins Haus. Man merkt, wir nähern uns der heißen Endphase der Saison.

Also da hat es der VfB all diesem Miesmachern, Schwarzseher und Negativkönigen ordentlich gezeigt. Von wegen Reisemüdigkeit, von wegen jetzt geht's bergab. Die württembergischen Schwaben zeigten sich in Augsburg messerscharf, hellwach und richtig dominant. Fast schien es, als ob man jetzt im Schlußviertel der Saison den "Ballast" der Wochenspiele abgeworfen hat, der VfB war auf Speed. Vom Anpfiff weg ging es nur in eine Richtung, diesmal mit dem nötigen Ernst und Einsatz, der unbedingte Wille war bis zu den obersten Rängen spürbar. Und natürlich eröffnete Undav wieder, er nutzte das zögernde Abwehrverhalten in gewohnter Straßenkickermanier aus, die dritte Chance brachte dann das 0:1. Und weiter ging es, überfallartig zogen Führich und Co ihre Attacken vom Leder, Tomas markierte das 0:2. Und nur kurze Zeit später dann das 0:3, Nartey netzte ein. Augsburg war so schlecht nicht, aber diesem Tempo war man einfach nicht gewachsen. Der Bruch kam dann mit einem Strafstoß, welcher aber wieder einkassiert wird, der VAR darf bei einem VfB-Spiel nicht fehlen. Die Gäste aus Stuttgart berauschten sich in der ersten halben Stunde an sich selbst, zu brutal war das Spektakel. Und dann passierte das, was immer wieder passiert. Stuttgart ließ sich fallen, verlor etwas den Faden und Augsburg bekam etwas mehr Luft. Das Match kippte deshalb nicht komplett, aber die Fuggerstädter befreiten sich aus dem Würgegriff und trug nun wesentlich mehr zum Spiel bei.
Im zweiten Abschnitt traf ein weiterer Stuttgarter, zumindest mit Vergangenheit. Rieder traf zum 1:3, aber das juckte im Brustring niemand. Nach nur zwei Minuten die Antwort. Undav traf ins lange Eck und der Ground verstummte zwar nicht, aber wurde wieder ruhiger. Denoch gab Augsburg nicht auf, Kade brachte nochmals die Hoffnung wieder ins Rennen. Die Gäste wechselten letztlich den endgültigen Sieg ein, Demirovic traf zum 2:5 Endstand. Vorbereiter war uneigennützig der Man of the Match, Undav. Der Bann war gebrochen und die letzten zehn Minuten liefen dann eher gemächlich aus. 2:5, ein Sieg und Zeichen gegen den Frust von Porto. Ein Mutmacher für den Kracher gegen Dortmund am Ostersamstag und ein Winken in Richtung Nagelsmann, welcher die ebenfalls überragenden Führich und Stiller nun nachnominierte. Jetzt fehlt nur noch der Maxi, mehr geht nicht.

Eine mehr als nüchterne Ansicht des ansonsten eigenwilligen Stadions. Beton und Asphalt überall, ein paar Bäume würden der Sache richtig guttun.

Am Anfang war ich etwas verwirrt, dann hat's geschnackelt. Passend zum Thema das Trikot.

Stuttgarter Feuerwerl auf den Rängen zu Beginn, später auf dem Rasen. Der perfekte Einstieg in den Dreier.

Wiederanspiel nach dem 0:3. Auf der Anzeige verweigert man noch die Tatsache.

Nun schon das 2:5, der Schlußpunkt im Frustbewältigungsspiel.

Geschätzte 7.000 waren da, der Brustring feiert in der WKK-Arena.

Das letzte Bild vom Spiel, danach ging es wieder heimwärts. Leider mit Crash. Ein Fahrzeug mit anderen VfB-Fans rauschte von hinten in mein Auto. Dann das Übliche. Polizei, abschleppen. Um 4.15 Uhr war ich dann daheim. Shit happens.
Keep the faith.
RaMü.
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