MHP Arena, Stuttgart. Sonntag, 15. März 2026.
 
Hallo Bloggs. Nach der mehr als läppischen Vorstellung in Mainz empfängt der VfB nun die "Dosen" aus Salzburg-Nord zum ersten Entscheidungsspiel um einen Starterplatz in der nächstjährigen Champions League. Wenn man sich allerdings solche Darbietungen leistet und fast regelmäßig gegen die Kellerkinder Liga Punkte liegen läßt, wird es schwer. Nun, die Mannschaft mag es wohl voller Strapazen und Leiden. Was mich dann doch leicht optimistisch stimmt, ist dass nun die Gegner kommen, welche Fussball spielen wollen und dabei sieht der VfB doch recht gut aus. Aber zur echten Spitzenmannschaft gehören eben auch Siege gegen tief stehende Gegner, halt dreckig erkämpft. Das können die Jungs vom Neckar nicht und so ist ein Dreier wieder Pflicht. Also nichts wirklich Neues, dort im Osten Stuttgarts.
 
 
Was für eine Dramatik, welche Spannung. Der Ground bebte, das Stadion wackelte, das Dach wurde gestresst. Die Anspannung entlud sich mit dem Abpfiff in der 95. Minute, der VfB hat das erste direkte Duell im Kampf um einen Champions League Platz mit 1:0 gewonnen. Das war nach der Portoheimpleite so nicht zu erwarten. Freilich, es war nicht die tollste Heimleistung der jüngeren Zeit, es war kein berauschender Offensivfussball. Es war ein gutes und aufregendes Spiel, allerdings mit doch relativ wenig Torgelegenheiten für den VfB, lediglich Undav, Demirovic und Leweling hatten die Chance. Die weitaus besseren Versuche hatte dafür Leipzig, das Alu half den Jungs vom Neckar in zwei kniffligen Situationen. Wobei vor allem beim Stande von 0:0 Nübel mit einem Glanzreflex sein Team vor dem Rückstand bewahrte. Drei Zeigerumdrehungen später kochte die Arena. Leipzigs Schlußmann Vandevoort machte das, was VfB-Fans vom eigenen Team bestens kennen, nämlich einen gewaltigen Fehlpass im Aufbauspiel. Der gewohnte Ablauf, nur in anderen Trikots. Diesmal profitierte Stuttgart. Führich fängt das Leder ab, leitet blitzschnell zu Undav weiter und dieser schickt einen weiteren Liebesgruß an Nagelsmann, 1:0. Lieb mich doch und date mich! So ungefähr halt. Die Gastgeber waren in der ersten Halbzeit leicht tonangebend,  die besseren, wenn auch wenigen Einschußmöglichkeiten hatte Salzburg-Nord. Aber der VfB scheint aus dem Portospiel gelernt zu haben. Leipzigs Sturmdiamant Diomande wurde permanent bearbeitet und so die Lust am Spiel genommen, das Mittelfeld mehr beackert. Man muß es so sagen, der VfB hatte insgesamt in einem ausgeglichenen Spiel etwas mehr Glück. Aber diesmal war die Truppe von Trainer Hoeness der Sieger, denn erneut half der Pfosten, diesmal gar in der 92. Minute. Zum Ende hin hätte Undav gar das 2:0 machen können, aber das wäre dann doch eindeutig zu viel des Guten gewesen.
Der VfB scheint zumindest in Teilen aus dem Match gegen Porto gelernt zu haben. Man wehrte sich, verbal und in Aktion. Das Stadion unterstützte mit Leidenschaft. Diesmal verzichtete man auf die Stimmungskiller "Die kleine Schar" oder gar "Leute versäuft ..", sondern supportete mit einem fast zehnminütigen "VfB Allez, VfB Allez". Da machte der gesamte Ground mit und gemeinsam stemmte man sich zum Ende hin, als die Kräfte zusehends schwanden gegen den drohenden Ausgleich. Toll, so soll es sein. Well done, Leute auf den Rängen. Well done, unsere Jungs im Trikot.
 
Keep the faith.
RaMü.