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Öfter mal was Neues
Hallo Bloggs. Die belgische erste Liga heißt seit dem Jahre 2016 Jupiler League, geschuldet dem Sponsor Jupiler. Die größte Brauerei der Welt, die "Anheuser Busch in Bev" stieg ein und sicherte sich die Namensrechte. Jupiler ist ein Ableger und eine relativ junge Brauerei, so erhöht man den Bekanntheitsgrad seines Produktes ziemlich schnell.
Ursprünglich hieß die Liga Division 1A und die erste Saison wurde schon 1895/96 gespielt. Somit ist die belgische erste Liga eine der ältesten Ligen der Welt. Davon kann man sich heute wenig kaufen, Tradition allein garantiert kein Geldsegen. Zumal die belgische Eliteklasse auch nicht gerade zu den erfolgreichen Vertretern seiner Zunft gehört, ihre Clubs sind international kaum durchschlagskräftig. Und dann muss man sich was einfallen lassen. Zumindest innerhalb des Königreiches sollen die Zuschauerzahlen in die Höhe geschraubt werden und so hat man öfters den Spielbetriebmodus geändert. Not macht erfinderisch.
Über Jahrzehnte hinweg gehörte die belgische Eliteklasse zu den kompliziertesten Ligen der Welt. Fast in jeder Saison gab es eine Reform, es gab nahezu verzweifelte Versuche dieses Konstrukt attraktiver zu machen. Es ist eigentlich unmöglich, speziell deutschen Fussballfans die Wirrungen und Wendungen der Ligaregeln zu erläutern. Dazu bräuchte man viel Zeit, Geduld und ein paar Bierchen, am besten Jupiler Pils natürlich. Es kam schon vor, da war man nach dem Ablauf der sogenannten Hauptphase Erster, dann folgte die Meisterphase mit den besten sechs Mannschaften. Und siehe da, nach diesen Spitzenspielen in Serie war sogar die Teilnahme an der Europa League futsch. Und der Erste der "Europaqualirunde" durfte dafür als Siebter ran. Die letzten vier der Tabelle hatten dafür zum Teil drei Monate keine Spiele, es gab die direkten Absteiger und dann war Schluß. Für die klammen Vereine bedeudete das keine Einnahmen, nur Ausgaben ohne Spielbetrieb. Also ok, nun gibt es eine Abstiegsrunde innerhalb der vier Letzten mit Direktabsteiger. Nur wenige Jahte später gab es erneut ein Umdenken. Jetzt gab es Relegationsspiele direkt, dann durften Clubs wieder direkt rauf und runter. Letztes Saison wurde der dritte Aufsteiger in der zweiten Liga in einer zusätzlichen Aufstiegsrunde ermittelt, ein Vergleich mit der höchsten Liga wurde wieder eingestellt.
Dann gab es die Idde eine Beneliga. Be stehte für Belgien und ne für Nederlande. Das rumorte so ein paar Jahte vor sich hin, inzwischen nahm man Abstand vor dieser Zusammenlegung. Die niederländischen Vereine befürchteten einen Absturz der Ligaqualität, denn man fühlt sich zumindest bei den Spitzenclubs dem belgischen Nachbarn überlegen. Vor allen Dingen die untergeordnete zweite Liga wurde zum Zankapfel. Jedes Land eine eigene Liga oder auch hier zusammen?
Man sieht es ist kompliziert und ermüdend. Und pünktlich zur neuen Saison gibt wieder eine Erneuerung. Diesmal wurde die Liga aufgestockt, jetzt dürfen achzehn Vereine statt der üblichen sechzehn ran. Die beiden Letzten steigen direkt ab, fertig. Es ist jetzt übersichtlicher, im Prinzip wie wir es in Deutschland gewohnt sind, nur eben ohne die zusätzlichen Relegationsspiele.
Nun ist es überraschenderweise sogar noch einfacher. Das ist die eigentliche Überraschung. Aber ich bin mir sicher, lange hält der Zustand nicht an.

Das Guldensporen Stadion des KV Kortrijk in Westflandern ist wieder erstklassig. Mit einem Fassungsvermögen von 9.399 Zuschauern gehört es zu den sechs kleinsten Grounds. Die Schere geht vom KVC Westerlo ( 8.050 ) bis zum Stade Maurice Dufrasne Stadion ( 30.023 ) von Standard Lüttich. Der Zuschauerschnitt der Jupiler League 2025/26 stand bei 11.175 Besuchern. Das Königreich Belgien meldete 2024 etwa 11,8 Millionen Einwohner, da ist diese Zahl gar nicht mal so übel.
PS: Der erste Spieltag wird am Freitag, 07. August eröffnet. Meister Brügge empfängt den Aufsteiger aus Flandern.
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Belgien bietet sich für Groundhopper an. Am Samstag z.B. spielt Charleroi um 16.00, danach ist genügend Zeit für einen weiteren Kick. Nach St. Truiden ( STVV ) sind es nur neunzig Kilomter, nach Westerlo nur klein wenig weiter, da haut man 110 Kilomter auf den Tacho. Am Sonntag dann eine weitere Möglichkeit für zwei Spiele. Von Gent aus sind es nur sechzig Kilometer mit dem Auto bis nach Antwerpen. Alles recht chillig.
Keep the faith.
RaMü.