MHP Arena, Stuttgart.  23. April 2026
 
Hallo Bloggs. Nach der demütigenden Pleite beim Serienmeister im benachbarten Bundesland bleibt wenig Zeit. Schon steht der nächste Hammer an, das Halbfinale im DFB-Pokal. Und dabei ist es schon fast unglaublich, es ist das erste Heimspiel in diesem Wettbewerb. Und das ist auch nötig. Besser konnte man es allerdings nicht bekommen, ein Heimspiel und dann gegen den angeblich schwächsten verbliebenen Gegner, den SC Freiburg. Die Auslosung liegt schon Wochen zurück und die Breisgauer haben sich überraschend stark verbessert. Immer noch in Europa und in der Bundesliga auf dem Vormarsch. Und so wird dieses Match zum Gradmesser, ist der VfB nur eine Spitzenmannschaft auf dem Papier oder war die Gegentoreflut gegen München nur ein Ausrutscher?
 
 
Es gibt Leute, die finden immer was. Den Bruddelmeistern vom Neckarstrand ist Trainer Hoeneß immer zu soft, wechselt ständig zuviel und zu spät oder zu früh. Bei der Truppe gehört doch so ein richtiger Drillsergeant her, am besten wie bei den Marines. Jeder darf seine Meinung haben, aber im Pokal ist Sebastian unangreifbar. Seit seiner Amtsübernahme im April 2023 ist man in diesem Wettbewerb recht erfolgreich. Immerhin zunächst Halbfinale 2023 ( Frankfurt ), dann Viertelfinale ( Leverkusen ) und der Pokalsieg letzten Jahres ( Bielefeld ). Jetzt ist man schon wieder im Endspiel. Wer da noch meckert, kann in Zukunft Gras fressen.
Der VfB hatte in "seinem" Wettbewerb sein erstes Heimspiel der laufenden Runde und es musste diesmal eine Verlängerung her. Die Begegnung mit unserem südbadischen Nachbarn aus Freiburg gestaltete sich zunächst recht zäh, beide Teams kamen nicht so recht in den Flow. Viel Stückwerk, vor allen Dingen beim VfB. Es fehlten die flüssigen Spielzüge und der letzte Biss im letzten Drittel und so nach einer Viertelstunde ergriff der Sportclub die Initative. Begünstig wurde das auch durch einen verunglückten Rückpaß, welcher eine Ecke ergab. Diese Abwehr mißlang vollkommen und das 0:1 war auch irgendwie gerecht, die Hausherren taten bislang einfach zu wenig. Erst die Riesenchance durch Demirovic in der 39. Minute brachte die Wende, der VfB übernahm das Kommando und wurde im Verlauf der Partie immer stärker. Das Tor gelang bis zum Pausenpfiff aber nicht mehr.
Nach der Pause hatten zunächst die Freiburger die Möglichkeiten zum 0:2, aber dann drehte Stuttgart endgültig auf. Das Stadion zündete an und die Möglichkeiten häuften sich. Zunächst noch ein Abseitstor von Stiller, eine verunglückte Direktabnahme von Führich, der Druck wurde immer größer. Letztlich war es Torjäger Undav, der das 1:1 markierte. Edeljoker El Khannouss, für mich der entscheidende Wechsel, bediente den zuletzt glücklosen Stürmer und der präzise ins lange Eck, Ausgleich. Dann wurde es noch turbolenter, die Höhepunkte häuften sich. Schlußmann Müller, immerhin auch mal beim VfB, machte das Spiel seines Lebens. Der Pfosten rettete für die Breisgauer und die Gäste sich in die Verlängerung.
Diese begann mit einem Paukenschlag, Höler traf. Aber in der Entstehung gab es wohl eine etwas weniger auffällige Schiedsrichterentscheidung, die dann endgültig griff. Kein Tor, vorangegangenes Foulspiel an Chabot. Ab da aber war die Freiburger Herrlichkeit zu Ende, der VfB drückte und wechselte. Führich traf den Pfosten und El Khannouss scheiterte danach nochmals. Im zweiten Teil der Verlängerung schwanden die Kräfte bei beiden Teams und alles rechnete mit einem Elfmeterschießen. Hoeneß wechselte nochmals und damit den Sieg. Bouanani bediente Tomas und der machte ein Zaubertor. 119. Minute und dann solch ein Kabinetstückchen, der Mann hat Nerven. WOW, 2:1. Freiburg hatte mit einem Distanzschuß noch Pech und dann war es endlich soweit, der VfB steht wieder im Finale. Die Wechselspiele des Sebastian Hoeneß haben gegriffen.
 
Jetzt kommt das, was wir alle vor einem Jahtr schon erlebt haben. Jetzt kommt die große Frage, wie komme ich an Karten?
 
 
Eine Stunde vor Spielbeginn war noch relative Ruhe im Ground.
 
 
Die Gäste auf den Rängen starteten mit einer Choreo ...
 
 
... der VfB konterte mit Pyrotechnik. Kann man so machen.
 
 
Ganz am Ende zählt das Ergebnis auf dem Rasen. 2:1. Fertig. Auf nach Berlin.
 
Keep the faith.
RaMü.