Guilty / schultig ...
 
Hallo Bloggs. Jetzt kommt das große Reinemachen, jetzt wird aufgeräumt. Im Moment versucht der Fussball sein angekratztes Image aufzupolieren und dabei kämpft man zugleich an zwei Fronten. Im allergrößten Fall ist die FIFA mit dem umtriebigen und unterwürfigen Chef Infantino dran, nur eine kleine Etage tiefer in Vereinsdingen Manchester City. Es geht um den Schmierstoff dieser Sportart, um das liebe Geld. Im FIFA-Fall will da ein kleiner "Napoleon" mit allen Mitteln Geld machen und weiterhin der große Zampano sein, auf der Insel möchte ein Eigentümer massenhaft Geld in Umlauf bringen, und darf nicht. Beides ist verwerflich.
Nun geht diese leidige Angelegenheit bei Manchester City gefühlt schon seit Jahren, aber konkret geht es um den Zeitraum von 2009 bis 2018. Also bei einem Zeitraum, welcher beim Fussball schon "Ewigkeiten" her ist. Aber, es war die Zeit in welcher Manchester City sportlich durchstartete und der "Aufstieg" begann. Vom Fahrstuhlverein zur europäischen Spitzenklasse. Die Platzhirsche brüllten getroffen auf. 
Es ist schon paradox. Während der rote Nachbar in Manchester im Februar 2026 einen Schuldenberg von etwa 1,3 Milliarden £, umgerechnet etwa 1,5 Milliarden € aushalten muß, ist im Etihad Stadium der gegenteilige Fall zu melden. Hier ist das Geld quasi im Überfluss vorhanden, die Finanzregeln lassen aber den Geldregen in allergrößter Form nicht zu. Man verlangt eine vernünftige Bilanz, Ausgaben werden gegen Einnahmen hochgerechnet.
Anscheinend klappt das seit 2018, allerdings musste man auch ab hier eine saftige Strafe blechen. Die Premier League hat nun also in 114 von 115 Anschuldigen Verstöße festgestellt und nun geht es ins Eingemachte. Dass zum Beispiel Real Madrid ebenfalls über horrende Schulden ächzt ist aber ohne Belang, es ist ein anderer Fussballverband. Man wurde also vom eigenen, nationalen Fussballverband geprüft und für schuldig gesprochen.
Damit aber genug. Wie geht es weiter? Manche verlangen einen Schuldspruch und eine Verurteilung schon jetzt, also während der laufenden Saison. Das dürfte wohl kaum passieren. Wie bewertet man die bisher absolvierten Spiele? Eines ist klar, Manchester City geht in Berufung. Es wird ein gnadenloses Hin und Her geben, der Club erwartet daher eine Strafe erst ab der Saison 2027/28. 
Und nun meine PERSÖNLICHE MEINUNG:
Angesichts der unglaublich vielen Verstöße muss die Premier League reagieren, der Aufschrei und der Schaden ist schon zu groß. Es wird ein Zwangsabstieg geben, die eventuelle Teilnahme am internationalen Fussball bleibt bestehen. Die errungenen Titel bleiben unangetastet. Zusätzlich wohl ein einjähriges Transferverbot und eine überdurchschnittliche Geldstrafe. Ähnlich erging es schon Juventus Turin, aber die Norditaliener hatten Spiele manipuliert. Das ist eine komplett andere Hausnummer. Wie schon gesagt, das ist meine PERSÖNLICHE Meinung für das Strafmaß. Damit ermöglicht der Verband Manchester City eine schnelle Rückkher in die englische Eliteklasse.
Aber ganz so einfach ist das nicht. Die Premier League ist ein selbstständiger Verband und hat mit der EFL, der English Football League ein sportliches Agreement in Sachen Auf- und Abstieg. Und da müssten alle Vereine der untergeordneten Profiligen zustimmen. Heißt, ein Verein wird zwangläufig sechstklassig, weil Manchester City in der zweiten Liga einen Platz benötigt. Also geht es nur über die sportliche Schiene. Die "Citizens" müssten einen dermaß hohen Punktabzug erdulden, der den Abstieg über die Tabelle garantiert. Da wären alle fein raus. Leider muß man die Berufung abwarten, vorher gehr gar nüscht. Es ist verzwackt, es ist kompliziert. 
Auf jeden Fall wird was passieren, irgend ebbes. Und so läuft der Spielbetrieb im Moment wie gewohnt weiter, der Tabellenführer reist am nächsten Spieltag an die Anfield Road, zum Spitzenspiel. Das Leben geht weiter ...
 
Keep the faith.
RaMü.