Karl-Liebknecht-Stadion, Babelsberg. Freitag, 22. Mai 2026
 
Hallo Bloggs. Der VfB Stuttgart kann an diesem Wochenende das Double holen. Die allermeisten Fussballfreunde denken da zuerst an eine erfolgreiche Titelverteidigung in Sachen DFB-Pokal, ich meine eine andere Geschichte. Schließlich stehen die Schwaben mit zwei Teams in einem Endspiel. Natürlich die Herren, aber auch die U19 Junioren streben nach dem Pokal. Spielort ist dabei das Karl-Liebknecht-Stadion in Babelsberg, der Heimat des SV Babelsberg 03. Anpfiff ist am Freitag, 22. Mai um 17.00 Uhr. Ich habe mir ein Ticket bestellt und hoffe auf eine pünktliche Anreise. Na ja, so zwanzig Minuten Verspätung kann ich verkraften, hoffentlich hört das von der Deutschen Bahn keiner.
Ich bin so gut wie nie bei Jugendspielen des VfB, deshalb kenne ich mich da nicht aus. Fakt. Ich weiß nur, dass Stuttgart in ganz Deutschland für seine Jugendarbeit bekannt ist, zuletzt blieben die Titel bundesweit aber rar. Trotzdem, der Brustring ist eine Macht. Und nun also das Endspiel um den DFB-Pokal der Junioren gegen Wolfsburg. Ich lasse mich überraschen. Zunächst von der Pünktlichkeit der Bahn ( hoffentlich ) und anschließend vom Spiel. 
Das Stadion kenne ich bereits. Aber der damalige Besuch ist über zehn Jahre her, es war ein Ligaspiel in der Regionalliga Nordost, gegen Auerbach. Auf jeden Fall sind die Stehplätze der VfB-Fans unter einem Dach, das dürfte der Stimmung genügen. Aus Wolfsburg kommt vermutlich eh keiner, die haben mit ihren Profis genug Sorgen. Vielleicht auch nicht. Egal, die Tatsache dass der VfB mit zwei Mannschaften um einen Pokal kämpft zeigt die Richtung in der Erfolgsspur an, zusammen voran heißt es ja neuerdings am Neckar. Ach ja, herzlichen Glückwunsch an die U17, also der Meistertitel sollte für den Rest Ansporn genug sein.
 
 
8040 Zuschauer. Der Stadionsprecher verkündete diese Rekordzahl voller Stolz und tatsächlich, das Karl-Liebknecht-Stadion war proppenvoll. Dazu saßen noch zahlreiche VfB-Fans in den Straßenkneipen, der Ausschank von Alkohol im Stadion war verboten. Als ich endlich da war, stand es schon 1:0, ich hörte den Torschrei beim Passieren der Einlaßkontrollen. Teils selbstverschuldet und unter Mithilfe der Deutschen Bahn ergab sich diese Verspätung und so verpasste ich dieses Tor von Redzipi. Zunächst war es ein offenes Spiel und der VfB Stuttgart dann etwas in der Defensive aber schon ein weiterer Konter brachte das 2:0, Catovic staubte zum 2:0 ab. Wolfsburg vergab eine Riesenchance und dann kippte das Match zusehends in Richtung Stuttgart. Der VfB wirkte robuster, entschlossener im Zweikampf und laufstärker. Spätestens mit Beginn der zweiten Halbzeit war es klar, der Juniorenpott geht an den Neckar. Weiss-rot unerbittlich auf das entscheidende 3:0 drängend schnürte die "Wölfe" förmlich ein und ein präziser Abschluß ins lange Eck direkt vor dem VfB-Anhang durch Zezelj war letztlich der Schuß ins Glück. Und so war es dann in der 88. Minute klar, der fünfte Pokalsieg machte den VfB zum Rekordsieger in diesem Wettbewerb. Glückwunsch Jungs. Vielleicht gibt es ein Pfingstdoublewochenende.
 
 
22. Spielminute, drinnen fällt das 1:0 und ich komme gerade an. Aber ich war bei weitem nicht allein, wie man sieht.
 
 
Fast ausverkauft. Das hängt natürlich auch mit dem VfB zusammen. Schließlich war es geradezu ideal, dass zwei Team gleichzeitig in Berlin vertreten waren. Ansonsten wären da vielleicht fünfzig VfB Supporter dagewesen ...
 
 
Also da war ich wirklich überrascht. Ich hätte nie geglaubt, dass der VfL Wolfsburg so viele Fans mitbringt. O.k., die Anfahrt mit einer Zugstunde ist ja nun wirklich kein Problem, aber so viele ...
 
 
In der zweiten Halbzeit war die Richtung klar, Wolfsburg hatte kaum mehr Offensivaktionen und der VfB setzte sich in der Hälfte des Gegner förmlich fest.
 
 
Freude pur.
 
 
 
Hellstern mit dem Pokal zur Jubelfeier. Er war ohne Zweifel der erfahrenste Spieler auf dem Platz, schließlich sind 45 Drittligaspiele in diesem Alter überragend.
 
Keep the faith.
RaMü.