Bediani-Arena, Aalen.  Samstag, 19. September 2026
 
Hallo Bloggs. Nach zwei Jahren war ich wieder im Rohrwang in Aalen. Damals, in den drei Jahren der zweiten Liga war ich öfters dort, aber mit den Abstiegen hat sich das doch merklich verringert. Der totale Absturz war die Oberliga Ba-Wü, dieses Intermezzo dauerte aber nur zwei Jahre. Nun ist man wieder "zurück", in diesem Fall Regionalliga Südwest, mehr scheint auch nicht drin zu sein. Obwohl die Infrastruktur schon dritte Liga hergeben würde. Nun ist man als Aufsteiger ganz passabel gestartet, mit zwölf Punkten in sieben Spielen schielt man verschämt nach oben. Mit der SGV Heilbronn-Freiberg kam ein Spitzenteam mit der besten Offensivabteilung der Liga, ein harter Brocken also. Und so kamen 1.844 Zuschauer ins beschauliche Stadion und ich muss sagen, es war ganz unterhaltsam. Einsatz und Laufbereitschaft stimmen, ab und zu kommt sogar ein Schuß Finesse dazu. Der VfR Aalen die meiste Zeit etwas im Übergewicht im Spiel und so kam es dann auch zur Führung der Ostälbler, eine Ecke vollendete Döringer zum 1:0. Freiberg immer noch seltsam passiv und das 2:0 in der 71. Minute durch Gaudino die logische Konsequenz, das Match schien gelaufen. Dann folgte die "Tragödie", auf dem Platz und in meinem Falle. In der 75. Minute ging ich, das Spiel des VfB wartete ja. Und so verpasste ich die komplette Wende des Matches. Innerhalb von nur einer Viertelstunde drehten die Gäste die Partie zu einem 2:3 Auswärtssieg, ich saß im Auto in Richtung MHP-Arena und staunte. Regelmäßig klickten die Treffer vom Liveticker rein, unfassbar. Und so bleibt der VfR Aalen bei seinem Mittelfeldplatz und dieses Kontrukt Heilbronn-Freiberg rückt Tabellenführer Offenbacher Kickers wieder auf die Pelle. Neunzehn Euro für nen' Sitzer bezahlt, von fünf Treffern nur zwei gesehen. Wer zu früh geht, verpasst das Endergebnis. Frei nach Rainer Müller.
 
 
Auch nach zwei Jahren sieht alles aus wie seither. Alles beschaulich, alles chillig.
 
 
Auch in Stadioninnern gibt es kaum sichtbare Veränderungen. Nur der Stadionname hat sich geändert. Die eine Tribüne für die Auswärtsfans blieb geschlossen, die SGV Heilbronn-Freiberg hat schlichtweg keine nennswerte Fanszene.
 
 
Getümmel im Strafraum, Getümmel an der Außenlinie. Es war die beste Phase des VfR Aalen, alles deudete auf einen Heimsieg hin. Das Debakel kam dann später.
 
 
Fussball in Aalen kann auch ein tolles Familienerlebnis sein. Platz überall.
 
 
Der letzte Blick. Einzig der "old school" Flutlichtmasten erinnert an das Stadion.
 
Keep the faith.
RaMü.