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Die Unaufsteigbaren
Hallo Bloggs. Die XXL-Länderspielpause liegt ja nun glücklicherweise schon ein paar Wochen hinter uns. Für die Freunde des Vereinsfussballs war es eine unsäglich lange Zeit, ungwohnt zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison. Auch die BBC in Großbritannien hatte Mühe, ihre Leser zu "füttern". Und so schaute man sich halt im Ausland um. Und siehe da, man wurde fündig. Es gibt da in Deutschland eine Regel, die überall nur Kopfschütteln und Schenkelklopfen verursacht. Es gibt doch tatsächlich die Möglichkeit, dass der Meister sportlich gar nicht direkt aufsteigt, sondern nochmals durch die Mühen einer erneuten Aufstiegsrunde muß.
Was überall normal ist, ist in Deutschland keine Selbstverständlichkeit. Es geht um dieses leidige Thema der fünf Regionalligen in unserem Land. Da die übergeordnete dritte Liga nur vier Absteiger meldet, stehen nur vier Aufsteigerplätze zur Verfügung. Bei fünf Meister ist eben ein Meister zuviel. Dieser mißliche Umstand ist und bleibt ein Unding. Zusätzlich kommt dazu, dass mancher Meister trotzdem direkt aufsteigt. Garantiert ist das für den Titelträger der Regionalliga West und Südwest. Warum auch immer. Der dritte Direktaufsteiger wird durchrotiert. Das mindert den Frust etwas, es ist und bleibt trotzdem ein Desaster.
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Und so kommt es, dass Lokomotive Leipzig in den selten Genuß kommt, eine Seite bei der traditionsreichen BBC zu füllen. Denn da ist man höchst erstaunt über diese seltsamen Praktiken in Germany. Und Lokomotive Leipzig ist das große Opfer. Da quält sich das Team, der Verein und seine Fans durch die Saison, feiert den Titel und "versagt" dann im Kampf um den letzten freien Platz nach oben. Dann die große Kunst. Man rappelt sich wieder auf, erneutes einschwören auf die neue Spielrunde. Und wieder derselbe Kack. Aus in der Reli. Nun schon drei Jahre in Serie, nun ist es aus. Der Verein ist ohne Drive, ohne neue Power, schlichtweg ausgebrannt. Und ausgerechnet jetzt, da der Meister der RL Nordost endlich wieder ausnahmsweise direkt rauf kann. Diese unsinnige Regel ist so was von überflüssig und schadet dem Fussball mehr als manche Pyroorgie. Lok ist das Opfer einer starrhalsigen Durchhaltepolitik, welche aber im gesamten Land nun erkannt wird. Die Lösung ist aber auch nicht so einfach. Jeder hat eigene Interessen und die sind je nach Geografie unterschiedlich.
Diese Tatsachen sind auf der Insel bislang unbekannt. Dort sind die höchsten fünf (!) Ligen "nationwide", darunter erst wird es zweigeteilt. Zwar gibt es auch hier Bedenken, die sind aber eher wirtschaftlicher Natur. Ist es sinnvoll einen Fünftligisten zu einem Auswärtsspiel von über 520 Kilometer zu schicken? Einfach wohlgemerkt. Yeovil Town nach Hartlepool ist hier das Beispiel. Ähnliches Beispiel: An einem Freitagabend fahren 438 Supporters von Carlisle United nach Wealdstone, insgesamt 940 Kilometer. Hin und zurück. Und das alles in der fünften Liga.
Ich schweife ab, ich weiß. Um den Lesern ihrer Website die Situation zu verdeutlichen, hat die BBC eine Karte angehängt. Da ist ja mal nicht schlecht, das fördert auch gleichzeitig die Geografiekenntnisse. Und trotzdem, die Engländer bleiben doch etwas verwirrt. Denn diesen Blödsinn kann man nicht richtig erklären und schon gar nicht dem Ausland. Deutsche Sturheit und Selbstherrlichkeit, siehe auch Länderverbände, prallen hier auf britische Klarheit und lang gelebte Tradition.
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Erklärungsbedürtig ist das schon, unsere Einteilung für die Regionalligen. Es überschneiden sich dabei auch Bundesländergrenzen,
zum besseren Verständnis wurden die größten Städte innerhalb der einzelnen Ligen verzeichnet. Also auf diese Ehre hätte Lok Leipzig bestimmt verzichtet, denen wären Aufstiegsbilder in der Zeitung mit den vier Buchstaben bestimmt lieber gewesen.
Wer den Artikel der BBC selbst lesen möchte, hier der Link.
Keep the faith.
RaMü.