MHP Arena, Stuttgart.  04. September 2026.
 
Hallo Bloggs. Das erste Heimspiel der neuen Saison ist nun schon das zweite Freitagspiel. Der Spielplan ist schon zu Beginn etwas seltsam. Egal. Nach der gewaltigen Demütigung beim deutschen Rekordmeister kommt nun mit dem 1. FC Köln der scheinbar richtige Gegner in die Arena. Ein Dreier ist eh Pflicht, unabhängig vom Saisonauftakt. Der Geisbock muss geschert werden, da darf es keine Debatten geben. Die Schmach von München sitzt tief, hoffentlich nicht nur bei den VfB-Fans, sondern auch bei den Spielern.  Ich erwarte ein Team, das endlich einen Fortschritt erkennen läßt, mehr Widerstandskraft zeigt und nicht nur schönen Fussball spielen will. Es darf auch etwas eklig sein. Nicht mehr, und nicht weniger.
 
 
Der VfB hat sein erstes Heimspiel zwar deutlich mit 4:1 gewonnen, aber eine allzu glatte Nummer war es dann doch nicht. Dafür zeigte die Elf von Trainer Sebastian Hoeneß noch zu viele Schwankungen im Spiel, aber mit etwa 75% der Spielzeit können wir alle hochzufrieden sein. Der Bundesjürgen war auch da und so wollten sich viele Akteure schon mal bewerben, das klappte aber nur bedingt. Neukapitän Deniz Undav verbuchte während seiner Einsatzzeit nur einen nennswerten Abschluß, er organisierte dafür zusammen mit Stiller und Prömel das Mittelfeld und das funktionierte erstaunlich gut. Der VfB brutal druckvoll, Gegner Köln nur in der Rückwärtsbewegung. Deren Offensivkräfte waren aus gesundheitlichen Gründen nicht mal angereist und Stuttgarts Waffen blieben zunächst stumpf. Vagnoman hämmerte eine Flanke aus zwei Metern an die Querlatte und Neuzugang Pejcinovic köpfte ebenfalls ans Gebälk. Undav scheiterte am glänzend aufgelegten Schwäbe und das Bollwerk der Angereisten hielt. Noch. Bis dann ein feines Solo von El Khannouss die Führung brachte. Hochverdient und längst überfällig. Mit diesem 1:0 wurden die Seiten gewechselt und der VfB wechselte sein Gesicht. Und zwar komplett. Mit dem Wiederanpfiff war es fahrig, sorglos und unkonzentriert, zwei Wechsel beim Gegner und schon begann das große Zittern. Bredlow verhinderte mehrmals den Ausgleich und die Roten vom Neckar bettelten förmlich um das Gegentor. Ein Tor fiel dann, aber auf der anderen Seite. Endlich befreite sich das Team und eine tolle Kombination brachte das 2:0 durch Prömel, es war die Vorentscheidung. Der eingewechselte Demirovic krönte seinen starken Auftritt mit dem 3:0 und ein Eigentor von Hendriks brachte den Anschlußtreffer. Ärgerlich, da in dieser Phase des Spieles vermeidbar. Das schönste Tor des Abend erzielte aber Vagnoman, eine wunderbare Direktabnahme landete zum 4:1 Endstand im Kölner Tor. Zwei Tore in zwei Begegnungen, das ist die Bilanz eines klassischen Torjägers. Manche Leute sind schon der Meinung, Joshia Vagnoman sei im Sturmzentrum besser aufgehoben. Ich weiß nicht, was Jürgen Klopp an diesem Abend für Erkenntnisse gewonnen hat, für mich ist die Sache einfach. Drei Punkte waren Pflicht, so oder so. Der VfB zeigte tollen Fussball und eine fürchterliche Viertelsrunde mit Beginn der zweiten Halbzeit. Kann man solch einen Einbruch noch eindämmen, dann wird die Saison schon erfolgversprechend. Aber erst dann.
Die Stimmung auf den Rängen war schon gut, die Kölner Fans wie immer in Stuttgart mehr als laut und ab und zu sogar bestimmend. Diese Paarung bietet immer Sound, egal ob am Neckar oder am Rhein. Hier lebt die Tradition beider Clubs wirklich. 
 
 
Der "altersgerechte" Einstieg in die Karawanne ist irgendwo in der Mitte.
 
 
Ich liebe die Spiele im Sommer. Wenn alle im weißen Trikot kommen, wenn das gesamte Stadion in weiß erstrahlt. Mit dem Herbst oder gar Winter vermischt sich das Bild dann, nun dominiert schwarz bei der Stadionbekleidung.
 
 
Schwarz war die Entwicklung im Gästeblick. Vermutlich hatte man schon eine Vorahnung über den Spielausgang.
 
Keep the faith.
RaMü.