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Olympiastadion, Antwerpen. Freitag, 17. April 2026.
Hallo Bloggs. Challenger League in Belgien ist die zweite Liga. Siebzehn Teams bilden den Unterbau zur Jupiler League, die ersten beiden Vereine steigen direkt auf. Den dritten Aufsteiger ermitteln dann die vier nachfolgenden Clubs. Nach unten ist es klar geregelt, die letzten beiden Teams steigen direkt ab. In dieser Saison stellt diese Liga insgesamt vier U23 Mannschaften, die sind logischerweise aus der Aufstiegsfrage raus. Zuschauertechnisch sieht es so aus, "Tabellenführer" ist der KV Kortrijk mit 6.697 Besuchern im Schnitt. Dann geht es runter bis zu den Nachwuchsteam, da sehen nur 400 Fans die Heimspiele. Ist aber erklärbar. Der absolute Ligaschnitt ist so ziemlich exakt bei 2.000 Zahlenden.
Nun aber zur Paarung. Es ist der letzte Spieltag und es kommt zu einem Spitzenspiel. Der Dritte Beerschot VA empfängt den Vierten SK Lommel, wobei der Antwerpener Vorstadtclub Beerschot allerdings kaum mehr realistische Chancen auf Rang zwei hat. Kortrijk als Zweiter müsste sein Heimspiel gegen den 13ten RWDM Brussels verlieren und dann ist Beerschot VA in der Tordifferenz noch mit vier Treffern im Rückstand. Normalerweise ist die Saison gelaufen.
Also wir lernen, in Antwerpen gibt es zwei zwei Proficlubs aber selten kommt es zu einem Derby, Beerschot ist der absolute Underdog. Für mich persönlich ist unter anderem das Olympisch Stadion, so der offizielle Name, sehr reizvoll. Soll doch der alte Kasten noch den Charme der guten, alten Zeit versprühen. Wir werden sehen.
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Das Wunder blieb aus. Der Dritte K. Beerschot VA gewann zwar sein Heimspiel gegen Lommel mit 2:1, aber selbst der Dreier reichte nicht. Zumal die Tordifferenz einen Sieg mit mindestens zwei Treffer nötig machte. Alle Müh war "umsonst" weil der Tabellenzweite Kortrijk die Nerven behielt und den RWMD Brüssel mit 3:1 schlug. Deren Pflichtaufgabe war erfüllt und damit der direkte Aufstieg perfekt. Beerschot hat aber nun eine weitere und aber letzte Chance, es geht in die Play offs. Da sieht es gut aus, denn Beerschot spielt gar nicht mal so üblen Fussball und da trifft man ebenfalls vermutlich wieder auf Lommel.
Schon der in der sechsten Minute machte sich zunächst Hoffnung breit, Elfer für die Hausherren. Beerschot begann unglaublich druckvoll und einer dieser schnellen Angriffe konnte nur durch Foul unterbrochen werden. Das schnelle 1:0 beflügelte die Zuschauer und die Stimmung war richtig gut. Auf der Tribüne wurde immer wieder das Smartphone gezückt, wie steht's in Kortrijk? Und dort fiel schon in der vierzehnten Minute das 1:0, diese Nachricht war der Stimmungskiller. Beerschot hatte nun sichtlich Mühe, die Energie im Spiel zu halten, der Glaube an das Wunder begann zu schwinden. Endgültig im Keller aufgeschlagen war man dann in der Schlußminute der ersten Halbzeit. Elfer für Lommel, ebenfalls berechtigt. Die Gäste erzielten den 1:1 Ausgleich, ein weiterer Tiefschlag. Kortrijk führte zeitgleich mit 2:1, alles klar in der Tabelle.
Die Hausherren begannen den zweiten Abschnitt wieder furios, in der 52. Minute fiel das 2:1 durch einen abgefälschten Fernschuß. Seltsamerweise erlahmten die Kräfte dann wieder, ein weiterer Treffer war doch zwingend notwendig um wenigstens die Heinmaufgabe zu erfüllen. Aber der gelang nicht und so blieb es bis zum Schlußpfiff beim 2:1, zu wenig. Der Konkurrent aus Kortrijk erzielte in der 90.+4 dann das 3:1 und wird nun in der kommenden Saison wieder erstklassig sein. Beerschoot bleibt noch der Umweg über die Relegation.

Das Stadion des K. Beerschot VA liegt direkt an der Atletenstraße, inmitten eines Stadtviertels.

Es hat hier etwas von der guten, alten Zeit.

Nein, nicht England wie früher. Beerschot heute.

Zwei offene Ecken wurden vor Jahren mit Neubauten geschlossen. Geschäftsstelle, Fanshop und dergleichen wurden hier einquartiert.

Das Oympisch Stadion bietet rund 1.000 Zuschauern Platz. Aber besonders groß ist das Interesse nicht. Die eine Tribüne hinterm Tor wird lediglich für den Auswärtsupport geöffnet, die andere überhaupt nicht.

Der Zuschauerschnitt bei Beerschot liegt bei 3.700, soviel waren es vermutlich auch diesmal. Der Heimsupport ist für belgische Zweitligaverhältnisse schon gut, zumeist wurde das Team mit Chants aus England unterstützt.

In Belgien ist alles eine Nummer kleiner, bei etwa 12 Millionen Bürger erklärbar. In Antwerpen ist Royal die absolute Nummer ein, Beerschot ist und bleibt der Underdog. Hinten die Auswärtsfans des SK Lommel.

Das herrschte noch Hoffnung und Zuversicht. Das schnelle 1:0 beflügelt das Stadion für ein paar Minuten glaubten alle an das Fussballwunder.

Immerhin gelang in der zweiten Halbzeit das 2:1. Unterm Strich ohne Einwirkung, Beerschot bleibt Dritter und ist aber der große Favorit in den anstehenden Play offs.
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Hier nun die Abschlußtabelle. Beveren als Punktemonster mit klarem Abstand Meister, gefolgt von Kortrijk. Die weiteren vier Vereine spielen den letzten Aufstiegsplatz aus. Interessant auch die Punktabzüge während der Saison für Borains und RWDM Brussels.
Keep the faith.
RaMü.
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