Wien, dies und das ...
 
Hallo  Bloggs.  Fussball ist der Hauptgrund für meine Trip, groß und klein. Natürlich versuche ich diese wunderbarste Nebensächlichkeit der Welt mit Touristik zu verbinden, normalerweise gelingt das ganz gut. Und so gibt es nach einer etwas ausführlicheren Reise immer wieder so eine Art Abschluß, dann ist dieses Thema abgehakt. So auch jetzt, meine insgesamt fünftägige Reise im Flashback.
Zunächst die Anreise. Im Prinzip hat alles geklappt, der IC in Nürnberg fast püunktlich angekommen und im ICA nach Wien problemlos Platz bekommen. Aber nur bis Passau. Da musste ich raus, der Zug wurde geteilt. Man konnte nicht durchlaufen, die Zugmaschine trennte uns. Und da der Schreck, alles belegt. Ich hatte Beistand, in einem Wagen war noch ein einziger Platz frei, großes Durchatmen. In Wien dann püntktlich. 
Das Hotel war direkt am Hauptbahnhof. Es war irgendwie schnucklig, aber mit Schwächen. Es gab keine Klimaanlage, war aber zum damaligen Zeitpunkt kein Problem. Der Fahrstuhl richtig klein, max. vier Personen. Das Frühstück war mehr als ok, dafür die Internetverbindung mehr als ... na ja, sagen wir mal wackelig. Für das Smartphone reicht es, aber dann? Der Preis war dafür mehr als erstaunlich, nur 65,-- € komplett pro Nacht ist für Wien in dieser Lage mehr als ein Schnäppchen.
Der Freitag war dann mein Haupttouritag in Wien, mein schon bekannter Eindruck wurde bestätigt, die österreichische Hauptstadt ist wirklich sehenswert, die vielen Parks, Grünanlagen und teilweise autofreien Zone machen den Besuch zu einem Erlebnis.
Komplettes Neuland war dagegen Brno, uns Deutsche doch eher bekannt als Brünn. Die Innenstadt beginnt praktischerweise quasi schon am Bahnhof und ist echt ebenfalls sehenswert, manche behaupten ja, es ist Prag in Kleinformat. Auf jeden Fall lohnt sich ein mehrstündiger Rundgang, die Preise in den Restaurant sind moderat. Die Infrastruktur mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist sehr gut, alles auf dem neuesten Stand. Etwas außerhalb sieht man dann noch die baulichen Zeugen der sozialistischen Vergangenheit, aber da kann jede deutsche Stadt ähnliche Bauten vorweisen. Für mich war so eine kleine Zeitreise und solche Dinge springen mir sofort ins Auge.
Am Sonntag war ich dann in einem Gottesdienst. Ich habe mir eine "echte" Kirche ausgesucht, es gibt auch diese "Hinterhofkirchen". Am Sonntagmorgen dann zwei Kilometer zu Fuß, durch Baustellen und dann wieder durch Aleen, hat auch was. Städte erkundet man sowieso am besten zu Fuß, da spürt man richtig den Atem den Pulsschlag der Metropole. Mmmh, also um diese Uhrzeit lag Wien fast noch im Koma. 
Egal, auf jeden Fall haben die positiven Dinge bei weitem überwogen. Auch die Rückfahrt gerier zur Überraschung. Da habe ich mir aber dann doch einen Sitzplatz reserviert, würde ich allen zur Hauptreisezeit dringend empfehlen. Die Verspätung in Nürnberg wurde wettgemacht, indem mein Anschlußzug auch Verspätung hatte. Der Fehler im gesamten System war mein Glück.