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MHP Arena, Stuttgart. Dienstag, 13. Januar 2026
Hallo Bloggs. Es wurde ja auch Zeit. Endlich hat der VfB gegen Leverkusen mal gewonnen und zugleich ein Ausrufezeichen für die Liga gesetzt. 1:4 auswärts, schon 0:4 zur Halbzeit. Ja, wir wollen in die Champions League. Die Tabellensituation ist eng, der vierte Tabellenplatz für mehrere Teams möglich. Auf jeden Fall hat man jetzt die Chance einen weiteren Konkurrenten zu schlagen, Frankfurt kommt. Spiele gegen die Eintracht waren oft eng und umkämpft, eine Prognose scheint schwer möglich. Allzu offensiv darf das Team von Sebastian Hoeness selbst bei einem Heimspiel nicht agieren, die Hessen gelten als recht konterstark. Trotzdem, im letzten Spiel der Vorrunde ist ein Sieg möglich.

Das war die echte, die wirkliche Bundesliga. Diese Liga beginnt so richtig erst ab Platz zwei, da kann jeder jeden schlagen, da ist Spektakel, da ist Fussball pur. Was in diesem Match zwischen dem VfB und der Eintracht aus Frankfurt geboten wurde, läßt einfach jedes Fussballherz höher schlagen, es hätte durchaus auch mit 6:3 enden können.
Dabei begann für die Hausherren dieses Spiel mit einem Schock, 0:1 in der fünften Minute. Frankfurt presste selbst hoch und kam nach einer Ecke zur schnellen Führung. Der VfB brauchte etwa zehn Minuten bis zur Wende, die Spielanteile kippten zugunsten der Schwaben. Die Strafraumszenen kannten nur einen Schauplatz, der Ausgleich fiel dann in der 27. Minute, der nunmehr fitte Demirovic profitierte von einem bösen Abwehrschnitzer von Eintrachtschlußmann Santos. Schon wenige Zeigerumdrehungen später die Führung für den Brustring. Undav mit der Finte um den Gegenspieler und einfluppen. Ok, ein wenig Glück war auch dabei. Das Momentum nun komplett beim VfB, das 3:1 vor dem Halbzeitpfiff wäre möglich gewesen.
Die zweite Halbzeit war zum Verlieben in diese Sportart. Offenes Visier, keine Tiktokgesülze, keine Gimmicks. Rauf und runter, ein Festival der vergebenen Torchancen, tolle Reflexe der Schlußmänner, das Stadion tobte. Der Ausgleich nach der zunächst erfolglosen Offensive des VfB hatte sich leicht angekündigt. 2:2, schmeichelhaft für die Hessen. Nübel hielt nun sein Team im Spiel bis dann in der 87. Minute der eingewechselte Bouanani letztlich Vagnoman auf die Reise schickte und Nartey mit seinem ersten Bundesligator das 3:2 markierte. Nübel zeigte in den Schlußminuten seinen Stellenwert im VfB-Gefüge, er rettete mehrmals den 3:2 Sieg. Nach dem Schlußpfiff fiel die Spannung ab, vergessen die Tatsache, dass speziell Undav sein Torkonto deutlich erhöhen hätte können, Schwamm drüber. Am kommenden Sonntag ist auch noch ein Spiel.
Es war ein Sieg zweier Aspiranten für den internationalen Fussball, es war Werbung für den deutschen Ligafussball. Herzschlag, Freude und Enttäuschung auf derselben Wellenlänge, die Herzfrequenz hoch und am Vollausschlag. So muß Fussball sein.

Keep the faith.
RaMü.
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