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Steel City: Sheffield United FC
Hallo Bloggs. Sheffield United war im letzten Jahrzehnt eindeutig der erfolgreichere Club in der "Steel City". Immerhin kann man ein paar Jährchen Premier League vorweisen, aber zumindest in der zweite Liga war man immer im vorderen Drittel. Das unterscheidet die "Blades" von den "Owls", also United von Wednesday. Das Vereinswappen bezieht sich unmittelbar auf die Historie der Stadt, denn Sheffield war auch zugleich der Hauptlieferant des gesamten Königreiches in Sachen Klingen aller Art. Und bis zum Ende des zweiten Weltkrieges bedeudete das einen gigantischen Absatzmarkt, denn schließlich war mit England noch lange nicht Schluß, das britische Empire erstreckte sich fast über die ganze Welt.
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Also zur Bramall Lane zu gelangen, ist nicht ganz so gemütlich wie beim blauen Nachbarn. Es wird zwar die Haltestelle Granville Road ausgeschrieben, aber trotzdem ist es noch etwa eine Meile zu Fuß. Da kann man fast vom Bahnhof aus laufen. Der Ordnung halber habe ich noch das Vereinswappen von Rotherham United hinzugefügt. Die "Millers" stehen im Moment auf einem Abstiegsplatz runter in die vierte Liga, der Abstand zum rettenden Ufer ist eigentlich schon zu groß. Neun Punkte, allerdings noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand.

Das ist weniger umständlich und kaum eine längere Strecke. In Sachen Ground reichen sich beide Clubs die Hand, beide Stadien liegen außerhalb der City, wobei United dann doch etwas eher am Zentrum liegt. Auf jeden Fall sind beide Spielstätten ähnlich. Zumindest von außen.

Das ist der erste Anblick vom Stadion, wenn man sich von der Tramhaltestelle nähert. Auch hier charakteristisch die roten Backsteinmauern mit den Einläßen, hier entlang der rechten Straße. Von dieser Seite aus wirkt die Bramall Lane etwas großzügiger.

Geht man um das erste Eck in Richtung Geschäftsstelle kommt man an weiteren typischen Einlaßtürchen vorbei. Weltklasse.

Das ist der Anblick auf den Eingang zur Geschäftsstelle, dem Fanshop rechts und dem Museum ganz links. Zumindest ein Parkplatzproblem gibt es an spielfreien Tagen nicht.

Der Fanshop ist zwar nicht unbedingt klein, aber doch wesentlich bescheidener als beim blauen Stadtrivalen.

Entlang der Bramall Lane gibt es ein paar Pubs. Hier die Rückfront des Railway Hotel.

Das Hinweisschild zum Bezahlsender ist schon älter, aber dieses Bild wurde tatsächlich erst im Februar 2026 gemacht. Siehe VfB-Bäbber, wir sind überall.

Der Weg entlang der John Street zeigt das typische englische Stadionbild. Am Spieltag herrscht hier natürlich Parkverbot.

Fazit: Wer abseits der großen Touristenströme mal richtige gute alte britische Stadionkultur erleben möchte ist hier genau richtig. Sheffield ist eine Zugstunde von Manchester entfernt, die Stadt ist übersichtlich. Tickets bekommt man in der Regel noch am Spieltag. Trotzdem sollte man sich vorher erkundigen. Die Stadt selbst bietet ein paar nette Sehenswürdigkeiten und der Peak District National Park ist nicht weit entfernt. Wer also die übermächtigen englischen Fussballgiganten überdrüßig sind, hier ist eine tolle Alternative.
Keep the faith.
RaMü.