
MHP Arena, Stuttgart. Samstag, 14. Februar 2026
Hallo Bloggs. Dem VfB fehlt wohl noch ein gwisses Etwas um dauerhaft um die vorderen vier Plätze mitzuspielen. Das zeigte die doch überraschende Auswärtsniederlage beim kriselnden FC St. Pauli. Nun endlich mal kein Wochentagsspiel, der Akku dürfte hoffentlich wieder aufgeladen sein. Gegen "Kölle" wird es wohl ähnlich, ein Gegner mehr mit Rückwärtsgang denn Vorwärtsdrang. Es nützt nichts, ein Heimsieg muß her. Wer an sich selbst Ansprüche stellt, muss auch liefern. Es wird wohl wieder eng, aber ein Dreier ist Pflicht. Wie immer daheim.

Pflicht erfüllt, dem FC Köln den Karneval versaut. Mehr nicht. Nach der Überraschungspleite auf St. Pauli blieb der VfB diesmal stabil, die Antwort auf den 1:1 Ausgleich folgte prompt. Mit diesem Sieg hat sich Stuttgart kurzfristig wieder auf einen Platz für die europäische Spitzenklasse geschoben, gehobene Ansprüche wurden an diesem kalten Abend aber nicht befriedigt. Immerhin drei Punkte, das Ergebnis passt. Der Rest ist aber so na ja, etwa von befriedigend bis ausreichend.
Dabei begann der VfB forsch und Undav hätte schon nach zwei Minuten jubeln können, aber statt strammen Schuß versuchte er einen Lupfer. Idee gut, Ausführung schwach. Der VfB blieb auf dem Gaspedal, insbesondere Führich war speziell in der ersten halben Stunde unglaublich umtriebig. Lohn war schließlich das 1:0 durch Demirovic in der 15. Minute, er netzte eine Kopfballvorlage von Leweling ein. Danach noch eine weitere Möglichkeit der Jungs aus Cannstatt, aber dann flachte das Match zusehends ab. Köln zwar jetzt mit etwas mehr Spielanteile, richtig gefährlich wurde man aber nicht. Das 1:0 zur Pause unterm Strich gerecht und alles hoffte auf die zweite Halbzeit. Die wurde ungemütlich, das nasskalte Wetter und die mehr als biedere Darstellung auf dem Rasen brachte den Ground fast zum Schweigen, also Hexenkessel geht anders. Es war schwere Hausmannskost, was der VfB seinen Fans servierte und es schlich sich dieses ungute Gefühl ein, das jeder Fan der Roten kennt. Das reicht nicht, das rächt sich noch. Diese doch recht passive Spielweise wurde noch unterstrichen mit Schlafmützigkeit, Naivität und mangelnde Konzentration. Und so bescherte ein Fehlpass eine Tormöglichkeit für die insgesamt immer noch harmlosen Gäste, dieser Lupfer saß. Und danach, der VfB fand den Kippschalter wieder. Urplötzlich Dominanz, Zielstrebigkeit, Ernsthaftigkeit und Tempo. Der eingwechselte Hendriks marschierte, flankte und erneut Demirovic zum 2:1. Danach hielt sich Stuttgart aber nicht mehr zurück und ein weiterer Treffer sicherte den endgültigen Sieg. Karazor verpasste eigentlich schon den richtigen Zeitpunkt zum Pass in die Mitte, der Querpass wurde geblockt, fiel dem eingwechselten Stiller vor die Füße, der bediente Undav und dieser schob das Leder mehr im Fallen ins Netz. 3:1 und Endstand. Damit traf der keineswegs medienscheue Stürmer in seinem Jubiläumsspiel schon wieder, seine Statistik ist schon bewunderswert.
Die Stimmung während des Spieles war doch etwas mau. Der organisierte Kölner Anhang wurde wegen besonderen Vorkommnisse schon auf der Anfahrt zum Umdrehen gezwungen, die Kölner Jecken beherrschten trotzdem zu Beginn die Kulisse. Nach dem 1:0 waren Ruhe, allerdings in der gesamten Arena. Erst mit der aufreibenden Schlußphase erwachte das Heimpublikum, aber auch hier gilt diesselbe Note für das spielende Team: befriedigend bis ausreichend, 3 - 4.
Keep the faith.
RaMü.
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