Holstein Stadion, Kiel.  Mittwoch, 04. Februar 2026
 
Hallo Bloggs.  Und wieder auswärts. Also wegen der Spielorte hat der Titelverteidiger VfB Stuttgart wahrlich kein Losglück, lediglich mit den Gegnern ist man im Prinzip zufrieden. Nach Braunschweig, Mainz und Bochum eben jetzt nach Kiel. Es hätte deutlich härter kommen können. Aber selbst diese Paarung ist kein Garant für ein einfaches Match, siehe Braunschweig. Nun jetzt die Spende für das Phrasenschwein, der "Pokal hat seine eigenen ...". Auf jeden Fall stehen die Chancen nicht schlecht und das Erreichen des Halbfinales wäre eine weitere Bestätigung des Aufwärtstrends in diesem Pokalwettbewerb. 2023 scheiterte man im Halbfinale zuhause gegen Frankfurt, ein Jahr später dann auswärts im Viertelfinale in Leverkusen. Letztes Jahr dann der Pokalsieg in Berlin und in dieser Spielrunde ist zumindest das Viertelfinale erreicht. So übel ist das nun wirklich nicht.
 
 
Nach einer mehr als durchwachsenen ersten Halbzeit setzt sich der Titelverteidiger VfB Stuttgart im Viertelfinale bei Holstein Kiel mit 0:3 durch und hofft nun endlich auf ein Heimspiel. Dabei ist die Auswärtsbilanz defensiv schon beeindruckend, sieht man mal vom dem Fastfalldown in Braunschweig ab. Seit der konfusen Vorstellung in Niedersachsen bleibt man ohne Gegentreffer. 0:2 in Mainz, 0:2 in Bochum und nun ein 0:3 an der Küste. Ok, die jeweiligen Gegner waren nicht gerade allererste Sahne, aber das Potenzial als Stolperstein war durchaus vorhanden. 
So auch in Kiel. Die "Störche" hatten jeweils zwei besonders gute Phasen. Mit dem Anpfiff war der Zweitligist hellwach und überrumpelte den etwas sorglosen Gast gleich mehrmals mit energischen Gegenstößen, welche aber wirklich schlecht abgeschlossen wurde. Bis Stuttgart irgendwann die Partie an sich riß und zumindest einen Klassenunterschied mal andeudete. Führich und Undav verfehlten, so ging es mit einem 0:0 in die Pause. Dann wurde es deutlich besser und zielstrebiger. Der VfB nun schneller, im Spielaufbau und auch gedanklich. Das 0:1 durch Undav ein typischer Treffer dieser Waffengattung. Ständig in Bewegung und lauern. Er spitzelte einen Karazorkopfball ins Netz und man hoffte nun auf den zweiten Treffer. Dieser fiel aber nicht und so gab es noch die Phase zwei, Kiel drängte auf den Ausgleich. Aber die Gäste aus dem sonnigen Süden wackelten nie so richtig und hatten mit Nübel einen sicheren Rückhalt. Die Entscheidung dann in der 89. Minute. Undav mit einem Megapaß und Führich nutzte seine enorme Sprintstärke zum 0:2, das Halbfinale war gebucht. Das 0:3 durch Kapitän Karazor gehört zur Kategorie, ich weiß es nicht. Wir alle reklamierten zunächst Strafstoß, bis dann Jubel aufbrandete. Es gibt schönere Treffer, aber dieses Tor darf man schon getrost als Lohn einer guten Leistung sehen. Nach anfänglichen Schwächen hat sich der VfB dieses Weiterkommen richtig verdient. Es war wie erwartet, mehr Kampf als Klasse. Und das erwartet man ja auch von einem Cupfight. Auswärts, bei einem Zweitligisten, unter Flutlicht.
 
 
Es gab eine Direktverbindung von Stuttgart nach Kiel. Der ICE 722 war im Prinzip so eine Art Sonderzug. Im Hauptbahnhof Kiel war zunächst Geduld angesagt, die Polizei sperrte Teile des Bahnhofs ab, damit dann alle zügig und unter Aufsicht in die Stadt konnten.
 
 
Unglaublich, ich war hier erst im März letzten Jahres. Und habe dasselbe Motiv gewählt. Nun aber war es richtiger Winter und die Temperaturen deutlich kälter.
 
 
WOW. Sieben Grad im Minus und die Leute kommen immer noch mit dem Fahrrad. Die Nordlichter kann anscheinend nichts schocken.
 
 
 
Das Holstein Stadion war ausverkauft, allerdings passen auch nur 15.000 Zuschauer rein. Der Auswärtsblock wie immer bei VfB-Auswärtsspielen gerammelt voll. Thump up, an einem Mittwoch und dann noch zwei Wochen nach Rom.
 
 
Also über eine Tatsache muß man sich im Klaren sein, Sitzplätze im Auswärtsblock ist die teurere Variante der Stehplätze. Niemand sitzt, wieso auch? Speziell die erste Halbzeit habe ich höchstens die Hälfte der Strafraumszenen des VfB gesehen. Ist halt so. 
 
 
 
Also zuerst habe ich gedacht, das wird richtig kalt. Ich muß aber sagen, im Block ging es. Der Wind war überhaupt nicht zu spüren und es war gut auszuhalten.
 
 
Mit diesem Resultat macht der Gang zum Support doch deutlich mehr Freude. 
 
 
 
So, jetzt heißt es warten. Das Halbfinale findet erst am 21./22. April statt. Auslosung ist am 22. Februar.
 
Keep the faith.
RaMü.
 
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