
Stadtteil Chelsea
Hallo Bloggs. Eines ist klar, beim Stichwort Chelsea denkt der Fussballfan sofort an den FC Chelsea. Damit hab ich kein Problem, aber es soll in dieser Post mehr um den Stadtteil Chelsea in London gehen. Zunächst aber doch etwas Fussball. Streng genommen liegt der erfolgreiche FC Chelsea eben nicht im gleichnamigen Stadtteil, sondern in Fulham. Aber da gibt es bereits schon den Fulham FC, so ist eine Verwechslung also gänzlich ausgeschlossen. Von der Tube Station Fulham Broadway aus läuft man die Fulham Road vor und man kommt unweigerlich am Stadion Stamford Bridge vorbei.


Diese unscheinbare Brücke gab dem Stadion seinen Namen. Sie überspannt Bahngleise und ist zugleich die Trennlinie zwischen den schon erwähnten Stadtteilen Chelsea und Fulham.
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Im deutschen TV kommt ab und zu eine britische Krimiserie zum Einsatz, die "Chelsea Detective". Nun bin ich leidenschaftlicher Krimigucker, speziell die englischen Serien begeistern mich. Mehr dazu in der nächsten Post. Nun, "Chelsea Detective" spielt logischerweise im Stadtteil Chelsea und so bin ich mal vor einem Spiel n diesem doch eher exklusiven Teil Londons gewesen. Detective Max Arnold, hat deutsche Verwandte, wohnt nach seiner Trennung von seiner Frau vorübergehend in einem Hausboot auf der Themse.
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Zwischenzeitlich gibt es gar Führungen zu diesem Thema, der absolute "Highlight" ist eben dieses Boot. Und so habe ich mich vor dem Besuch bei Millwall auf die Suche gemacht, ich bin runter zur Themse.

Und siehe da, es gibt eine ganze Menge von Hausbooten. Einige sind dauerbewohnt, andere werden nur am Wochenende benutzt, vermutlich gibt es auch einige Boote, welche da nur "geparkt" sind. Auf jeden Fall war es nicht einfach, dieses Hausboot des Max Arnold zu finden. Der Zugang ist gesperrt, bin trotzdem rein. Ich nehme mal an, für den Film wird manches umdekoriert, verändert. Auf jeden Fall wurde ich nicht so richtig fündig. Egal, hier irgendwo halt.

Auf jeden Fall war tolles Wetter und das allein dieser Morgen wert.

Also Chelsea gehört eindeutig schon zu den besseren Stadtteilen. Vor über zweihundert Jahren bewohnten vornehmlich Künstler dieses Viertel und bis heute ist Chelsea ein beliebter Anziehungspunkt für Touristen. Hier atmet noch das vornehme, viktorianische England. Mit all seiner Pracht und Baukunst.

Entlang des Cheyne Walk gibt es zahlreiche tolle Gebäude, welche die alte Zeiten überlebten. Alles ist wirklich sehenswert, ein echter Kontrast zu anderen Ecken der britischen Hauptstadt.

Nun, man sieht, es war kurz nach Weihnachten. Wer die Krimiserie schon gesehen hat und dann hier rumschlendert, glaubt immer, jetzt kommt Max Arnold gleich mit seinem Rad um die Ecke. Das benutzt er nämlich, vorbildlich der Mann.


Natürlich zeigen solche Serien auch immer Sehenswürdigkeiten der Gegend. Bei "Chelsea Detective" sieht man auffällig oft die Albert Bridge. Meistens am Abend, dann beleuchtet. Also bei mir war es halt so gegen Mittag, trotzdem sehenswert.

Tja, von hier aus kann man dann entlang der Themse noch stundenlang flanieren. Irgendwann kommt man dann an den "richtigen" Spots vorbei. Westminster, Tower und Tower Bridge und so weiter. Alle auch toll, aber Chelsea hat was.

Ganz zum Schluß doch nochmals Fussball. Unterwegs sah ich den Bus des FC Liverpool auf dem Weg zum Stadion des Fulham FC, ein Auswärtsspiel der "Reds" stand an. Mit der District Line kommt man ebenfalls zur Craven Cottage von Fulham, nur zwei Stationen weiter von Fulham Broadway. Ungefähr eine halbe Stunde zu Fuß.
Damit war mein kleiner Abstecher nach Chelsea beendet, der Fussball rief. Wer in London etwas mehr Zeit hat oder gar schon mehrere Mal dort war, Chelsea lohnt sich. Es gibt auch hier Attraktionen, das ist dann aber schon mehr für die Kenner Londons.
Keep the faith.
RaMü.