Nun also Celtic!
 
Hallo Bloggs. Die Auswahl war überschaubar, dafür aber voller reichlicher Gegensätze. In der Auslosung zu den Play offs in der Europa League war die Spannung trotzdem groß, denn schließlich lagen zwei komplett unterschiedliche Gegner im Lostopf. Hier das 30.000 Einwohnerstädtchen Rasgrad und dort die schottische Metropole Glasgow. Schon die Himmelsrichtungen sagten viel aus, Bulgarien im tiefen Osten des ehemaligen Ostblocks und dann Glasgow im frostigeren Teil des alten Westens. Der imposante Name Arena Ludogorez mit einem Fassungsvermögen von lediglich 10.000 Zuschauern und einem Outfit aus den Zeiten vor der deutschen Wiedervereinigung kann nicht darüber hinwegtäuschen, tiefste Provinz. Der Celtic Park in Glasgow dagegen ist eine Wucht, die 60.000 Supoorters können eine gewaltige Kraft entwickeln.
Man könnte noch so ein paar Vergleiche anstellen, aber die Lose sind ja gezogen. Nun also Celtic. Kollektives Aufatmen bei den Fans, gepaart mit einer gigantischen Vorfreude. Es ist schon der vierte Kracher in nur zwei Europajahren, da soll blos keiner mehr meckern.
Aber alles hat auch seine Nachteile. Normalerweise gibt es bei diesem Match nur 3.000 Auswärtstickets. Viel zu wenig für den reisefreudigen Anhang des VfB Stuttgart, es wird wohl bittere Enttäuschungen geben. Mal wieder.
Natürlich versuch ich verschiedene Quellen anzuzapfen, die Chance liegt aber wohl eher so bei 0.1893 %. Eigentlich könnte ich mich mit der Tatsache trösten, dass ich schon mehrmals in Glasgow war und zwar bei beiden Clubs. Mit dem VfB und bei Ligaspielen. Die Stadt selbst finde ich weniger sehenswert, gewiß gibt es ein paar nette Ecken, aber unterm Strich ...? Also da ist Edinburgh schon wesentlich attraktiver, vielleicht nächstes Jahr, wenn die Hearts Meister werden. 
Und so warte und hoffe ich mit dem traurigen Unterbewußtsein, dass es vermutlich eh wieder nichts wird. Weiterhin abwarten.
 
 
Der berühmteste Friedhof ist ohne Zweifel Glasgow Necropolis. Hoch oben über der Stadt finden all die Berühmtheiten und ehemals wichtigen Leute der Stadt ihre letzte Ruhe und somit gehört dieser Spot zu den Highlights. Etwas unterhalb findet man auch die Cathedral und die berühmte Bridge of Sighs, welche dann hoch zum Friedhof führt. Bei schönem Wetter zu empfehlen, wer mag.
 
 
Gleich daneben befindet sich die größte Brauerei Schottslands, die Tennent Caledonien Breweries. Wie passend. Nach einer Beerdigung im Hochsommer direkt runter, seit 1885 wird hier gebraut. Heute kann man hier Führungen buchen und natürlich ist ein "Tasting" im Preis inbegriffen.
 
 
Direkt am River Clyde liegt der Glasgow Green, der Hauspark der Glasgower. Na ja, im Winter ist der Park weniger einladend. Wer dennoch dort ist, kann unter anderem den People's Palace besichtigen, ein Museum über die Entwicklung der Stadt seit 1750 unter Berücksichtigung der Lebensumstände. Klingt langweilig, ist es aber nicht. Etwas für Interessierte.
PS: Diese Aufnahmen wurden auch an einem Februartag gemacht, es gibt also Hoffnung.
 
Natürlich kann sich jeder sein eigenes Programm erstellen, das hier war nur ein kleiner Ausschnitt. Pubs gibt es nach wie vor jede Menge und die Fußgängerzone ist auch so übel. Falls es bei mir nicht klappt, ich bin auf jeden Fall in Gedanken mit Euch.
 
Keep the faith.
RaMü.