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MHP Arena, Stuttgart. Samstag, 20. Dezember 2025.
Hallo Bloggs. Im letzten Spiel des Jahres 2025 empfängt der VfB die TSG Hoffenheim und es wird ein echter Knaller. Nicht, weil die Medien diese Begegnung immer zum Derby hochjazzen, sondern weil die Tabelle durchaus dafür spricht. Nach dem unterm Strich auch in dieser Höhe verdienten 0:4 Auswärtssieg in Bremen muss der VfB Stuttgart zuhause nachlegen. Die Pleite in Hamburg hängt tabellarisch durchaus noch in den Klamotten und so dürfte es am Neckar hoch hergehen. Bei einem Sieg könnte sogar ein Platz für die Champions League winken, bei einer Pleite fällt man raus aus den Europarängen. Fast. Jetzt nochmals alles geben, dann ab in die Winterpause. Wir sind bereit.

"Wir vermiesen euch das Fest", so der Banner im Auswärtsblock. Zumindest teilweise hat es geklappt, dieses 0:0 im Verfolgerduell der Bundesliga war ein zähes Ringen. Die wenigen Höhepunkte setzte ausschließlich der VfB, der Hoffenheimer Matchplan schien ausschließlich auf einen Punktgewinn fixiert. Pressing, Balleroberung, Ballverlust, Gegenpressing, Ballereroberung, Ballverlust. So dieses Spiel in der Endlosschlaufe. Es gab kaum flüssige Spielzüge, es fand kein offener Schlagabtausch statt, die Teams neutralisierten sich in der neutralen Zone, also im Mittelfeld. Die ersten wirklich aufregende Szene dann erst so kurz vor dem Halbzeitpfiff, Nationaltorhüter Baumann verhinderte mit einem Monsterreflex das 1:0 durch Tomas. Ach ja, Baumann. Warum kommt dieser angebliche Sportsmann eigentlich immer mit seiner Zeitschinderei durch? Schon vorige Saison dieses Theater, jetzt wieder. Die zweite Halbzeit dasselbe Bild, aber die Spielanteile und Strafraumszenen kippten zugunsten des VfB. Mittelstädt per Direktabnahme, eine Karazorkopfball denkbar knapp vorbei und natürlich Undav. Das große Happy End blieb versagt. Innerhalb von zwei Begegnungen darf der Stuttgarter Sturmführer mit der Abseitsregel hadern, diese Kopfballverlängerung in der Nachspielzeit hätte den Banner als Wunschdenken entlarvt. Aber diesmal ging die Fahne sogleich hoch und es sollte in diesem Fall zu einem doppelten Punktverlust führen. Statt drei Zähler blieb es beim 0:0, damit bleibt Hoffenheim vor dem VfB Stuttgart.
Es war kein Fussballfest vor dem Weihnachtsfest. Es war zäh und nicht schön anzuschauen. Wenn Stiller einen etwas schwächeren Tag erwischt oder gar aus dem Spiel genommen wird, ist es vorbei mit der Offensivpower. An diesem Mittag schlüpfte Nartey gelegentlich in diese Rolle, aber unterm Strich war es dann doch zu wenig. Und so war die Stimmung bei der abschließenden Stadionrunde etwas gedämpft, auf keinen Fall überschäumend.
Dabei hatte man 2025 doch einiges erreicht. Ok, das Champions League Aus im Januar und die miserable Heimbilanz bis April drückt die Bilanz, aber der Pokalsieg steht unverrückbar in den Geschichtsbüchern des deutschen Fussballs. Fakt. Im Moment sieht es gut aus. Noch im Pokal, mit mehr als guten Aussichten in der Europa League, in der Bundesliga auf Rang sechs. Seien wir ehrlich, arg viel mehr ist im Moment auch nicht drin. Im Moment fehlt das gewisse Etwas im Spiel. Kann aber noch werden.
Zum Gästeblock. Also akkustisch haben sich die Hoffenheimer ein wenig gemausert. Trotzdem, sechzig Kilometer trennen die beiden Vereine. Mehr oder weniger. Und die kriegen nicht mal den unteren Gästeblock gerammelt voll. Vom oberen Rang ganz zu schweigen. Es ist und bleibt ein Kunstprodukt in der badischen Provinz, für Tradition gibt es keine Software.

Einer wenigen Lichtblicke in diesem Spiel.
PS: Diese seltsamen Umstände unseres Caterers beim Heimspiel gegen Tel Aviv ist anscheinend schon wieder Geschichte. Also ich hätte erwartet, dass zumindest im Stadionblättle und auf der Website unseres Herzensclubs dieser missliche Umstand aufklärend kommentiert wird. Wir sind schließlich erwachsene Leute und kein Vieh, das freiwillig zur Tränke kommt. Aufklärung und Transparenz heißt es immer, aber bei unserem Deutschlandtempo kann das noch dauern. Ein kleines SORRY hätte schon genügt.
Keep the faith.
RaMü.
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