MHP Arena, Stuttgart.  Samstag, 06. November 2025.
 
Hallo Bloggs. Der VfB will sich bekanntlich im internationalen Fussball etablieren. Dazu benötigt man in der Bundesliga eine dementsprechende Punktzahl, denn man wird nicht jedes Jahr Pokalsieger. Und da sind solche Niederlagen wie beim HSV mehr als dumm, zumal beim nächsten Heimspiel Bayern kommt. Aber auch der Rekordmeister kommt so langsam an seine Belastungsgrenze. Es wird wohl ein Abnützungskampf werden. Für den VfB spricht der Heimvorteil und es wird schlichtweg Zeit, dass die Truppe des Wurstkönigs auch mal in der Liga verliert. Wer am Samstag nicht Gas gibt, sollte seine Berufswahl überdenken.
 
 
Also normalerweise müssten sich die Spieler des VfB Stuttgart nach diesem Spiel alle bei der Bundesagentur für Arbeit melden und um einen Termin bitten. Haben sie keinen anderen Job für mich?
Ok. Ganz so unterirdisch war es gegen Bayern nicht, auch wenn diese 0:5 Klatsche richtig, richtig weh tut. Aber es wurde mehr als deutlich, dass der FC Bayern für den VfB mehr als nur ein paar Meter entfernt ist. Es sind mehrere Kilometer und dabei geht es steil bergauf. Von oben grüßt der Chef und läßt die da unten buckeln. Alle, aber auch alle Angestellte des VfB Stuttgart bekamen brutal ihre Grenzen aufgezeigt von einem nimmersatten Rekordmeister. Herrschte am Anfang noch Zuversicht, schlug es bald in Schockstarre um, zu brutal war gegen Spielende der Unterschied. Nein, Bayern ließ auch nach dem 0:2 nicht locker, selbst nach dem 0:3 blies man weiter zur Torjagd. Da hatten die Jungs vom Neckar sich schon längst ergeben, es gab keine Gegenwehr mehr und wenn, das auf blödsinnige Art und Weise, siehe die rote Karte für Assignon. München war gedanklich schneller, im Paßspiel sicherer und einfach besser. Das 0:1 irgendwie schon klasse, aber begünstigt durch mehrere Fehler in Serienschaltung. Ein unsicherer Torwart war kein Rückhalt für die Abwehr der Namenlosen, alles wackelte und es gab kaum eine Art von Widerstand. Es hätte die Wende sein können, diesen Kopfballtreffer von Nartey zum 1:1. Aber der VAR entschied dagegen und es waren diese zehn, fünfzehn ansehnliche Minuten, welche Hoffnung gaben. Es gab also Zuversicht für die zweite Halbzeit, aber anstatt eines Sturmlaufes auf das Tor in der Cannstatter Kurve, klingelte es auf der anderen Seite. Ein gewisser Harry Kane zeigte, wie man Tore schießt und nach dem 0:2 brach die Gegenwehr komplett zusammen. Tontaubenschießen der besonderen Art. Es war eine Demütigung und so kommt man zur Erkenntnis, es reicht einfach nicht in die Gruppe der Top SIX der Liga. Wer in Hamburg so dämlich verliert und in Bochum so schwach daher kommt, ist auf jeden Fall kein Problem für den Meister. Es werden bittere Tage für das Team werden. Häme und Spott kübelweise, so ist das halt. Aber am Donnerstag schon geht der Zirkus von vorne los, Tel Aviv kommt. Bis dahin hat man sich hoffentlich wieder aufgerappelt. Wenn nicht, droht ein betrübliches Weihnachtsfest. 
 
Keep the faith.
RaMü.