Vier Tage auf der Insel (4)

Hallo Bluebloggs,

am vierten und letzten Tag war kein Spiel angesagt, der Abflug ab B`ham war aber erst um 18.25 Uhr. Also den ganzen Tag Zeit, etwas an der Kultur zu feilen. Leider haben an einem Montag anscheinend alle Museen gemeinsam geschlossen und so war halt wieder Fußball der Rettungsanker für den Tag. Also raus zu Villa, in den Stadtteil Aston. Ich war mal bei einem Abendspiel dort, und da ist dann die Möglichkeit für gute Bilder vom Ground doch sehr begrenzt. Also schnell ein Fahrkärtchen rausgelassen und die 12 Minuten in den Zug gesetzt, raus bei der Station Villa ... und noch rund 20 Minuten zu Fuß bis zum Villapark. Da blieb mir die Spucke weg, zunächst habe ich geglaubt ich stehe vor einem Museum. Der Aufgang zu der Tribüne der Heimfans erinnerte mich an das alte Wembley, diese Seite ist die absolute Sahneseite des Ground. Nun schlenderte ich gemächlich um den Kasten und bekam verschiedene Bauabschnitte zu sehen. In jedem Jahrzehnt eine neue Tribüne hieß wohl die Losung, es ist alles da. Im Parkplatz der Villa-Village gab es dann das Ticketoffice mit einem echt großen Store, an der anderen Seite duckte sich die Arena eng an Häuserfronten, wie gesagt, vier Seiten, vier verschiedene Ansichten. Ich habe, glaube ich, fünfundzwanzig Pics gemacht, englischer Fußball pur ist das Motto. Nun überfiel mich der Durst, also kaufte ich mir was zum Trinken in einem kleinen Eckladen. Besitzer und Kunden waren irgendwie nicht von dieser Seite der Weltkugel, eher in Richtung naher Osten angesiedelt. Überhaupt scheint dieses Eck des Stadtteiles Aston komplett eine muslimische Gemeinde zu sein, die Straßen waren selbst für englische Verhältnisse recht schmutzig, und das will was heißen. Eine Moschee neben einem Pub ist wohl eher eine Rarität, hier wohl möglich. Auf den Straßen patrollierten Polizisten mit grimmigen Gesichtern, verschleierte Frauen, Männer mit wallenden Bärten prägten die Szene und so beendete ich meinen Rundgang an der Haltestation Witton. Eigentlich wollte ich noch fünf weitere Stationen weiter mit dem Zug, nach Wallsall. Hier hat der Viertligist ein neues Stadion gebaut, aber die Zeit hat nicht mehr gereicht. Also zurück in die Innenstadt, der late Check-Out ermöglichte eine Abschlußdusche um 14.00 Uhr, im Pizza Hut gab es ein Buffet für nur umgerechnet 10.-- €. Im Flughafen hatte ich noch genügend Zeit für ein paar Zeitungen und die Berichte über die Spiele. Über Frankfurt ging es dann per ICE nach Karlsruhe und von da mit dem RE nach Hause.

FAZIT: Es war ein geiler Trip, mit einem Wahnsinnskick. ManCITY ging so, Sheffield United war ausbaufähig. West Brom war der Hammer und damit der Abschlußhöhepunkt. Nach zwei Tagen überkommt einen das Gefühl für Land und Leute. Leider dauert es nun sieben Wochen bis zum nächsten Reise, aber auch die gehen rum, zur Not mit einem Überbrückungsprogramm in der Schweiz.

Bild: Herrlicher Anblickt; Aston Villa Park.

Bild: Aufgang zum Holte Stand.

Bild: Reichlich Platz im Villa Village

Bild: Alles da, nur keine Kundschaft.

Bild: Trinity Road Stand.

 

RaMü