Hoppers gegen Young Boys !

Hallo Bluebloggs,

als weltoffener Mensch sollte man ohne große Vorurteile durch die weite Fußballwelt reisen. Viele, lange erworbenen, Eindrücke stimmen längst nicht mehr. Beim VfB spielen nicht nur Schwaben, in England gibt es zumindest in der Premiership schon längst kein "Kick&Rush" mehr, in Italien spielt man schon lange nicht mehr auf 0:0 und die Schweizer spielen, zusammen mit den Ösis, seit längerem nicht mehr den langsamsten Fußball Europas. Alles ist besser geworden, auch der Vereinsfußball in den Alpenrepubliken. Mit Schadenfreude ist man auch hier gleich dabei. So freut sich der gemeine Fußballfan in Österreich über die zahlreichen, vergeblichen Anläufe von RB Salzburg, endlich mal Championsleague zu spielen. Dafür hat es mit Austria Wien endlich nach fünf Jahren ein Vertreter aus der Hauptstadt geschafft. In der Schweiz ist die Sache übersichtlicher; hier ist der FC Basel seit Jahren der unumstrittener Champion, das beweißt man allerdings nicht nur in der heimischen Liga, sondern auch international. Vor zwei Jahren überstand man die Gruppenphase, unter anderem mit ManU, und im letzten Jahr erreichte man gar das Halbfinale in der Europaleague. Hier war der spätere Gewinner FC Chelsea Endstation. So hat es Basel auch in diesem Jahr wieder geschafft; Championsleague ist in der Schweiz etabliert. Dass der Schweizer Meister immer noch automatisch in die Qualihatz geschickt wird, nicht nicht an Basel. Die restlichen Schweizer Mannschaften tragen einfach zu wenig Punkte bei, auch in der Europaleague. Insgesamt aber befindet sich die Schweizer erste Liga weiterhin im Aufwärtstrend, auch die Zuschauerzahlen wachsen, wenn auch nur langsam. Natürlich kann man sich nicht dem den "Big Four" in Europa messen. Das sind immerhin die Giganten England, Deutschland, Italien und Spanien. Aber dahinter sieht man die Zukunft. Allerdings hemmen immer noch kleine Stadien den großen Durchbruch, das "Brügglifeld" des FC Aarau gibt gerade mal 8.000 Plätze her. Hier wird allerdings nachgebessert, aber erst im Jahre 2016.

Eigentlich bin ich mal ab und zu in Basel. Aber es liegen ja noch weitere Vereine in "Reichweite". Vereine mit großer Tradition und dazu gehört ohne Zweifel Grasshopper Club Zürich. Immerhin Rekordmeister, noch. Man hat mit dem FC Zürich gar einen lupenreinen Stadtrivalen, das gibt schon was her. Also, auf nach Zürich. Leider ergab sich aufgrund der Terminplanung kein Match gegen Basel, aber das derzeitige Spitzenspiel ist auch reizvoll. Spitzenreiter Young Boys gastieren beim Verfolger in Zürich. Kick-off ist Sonntag, 03. November um 16.00 Uhr. Reicht dicke nach Hause, mit dem Zug. Hier gibt es in diesen Monaten ein "Europa Spezial Ticket", darauf habe ich längerem gewartet. Außerdem lockt ein neuer Ground, denn das alte Stadion wurde für die Euro vor ein paar Jahren umgebaut. Na ja, es sind zwar noch einige Wochen, aber trotzdem, Gruezi Schweiz.

RaMü