Geißbockkick !

Hallo Bluebloggs,

es hat tatsächlich geklappt, zwei Spiele an einem Tag im Rheinland, hin und her zwischen "Kölsch" und "Alt" Bier. Es gibt zwischen der Region Köln und dem Niederrhein, also Mönchengladbach, aber auch noch mehr Unterschiede. Für Fußballfans ist es klar, die Rivalität im "Bermudadreieck" Mönchengladbach, Köln und Düsseldorf ist so groß wie im sogenannten Ruhrpott zwischen dem BVB und dem S04. Allerdings finden die Duelle in den letzten Jahren seltener statt, irgendein Club spielt immer nicht erste Liga. Im Moment ist es Köln und die Fortuna aus Düsseldorf, nur MG scheint in der Eliteliga etabliert. So ergibt sich für die Fußballreisenden manche gute Gelegenheit, um mehrere Spiele zu sehen, die zweite Liga spielt am Samstag bekanntlich um 13.00 Uhr. Auch in Sachen Wappentier gibt es tierische Differenzen, der Domclub hat bekanntlich einen Geißbock zu bieten, Mönchengladbach kontert mit einem Fohlen. Es liegt auf der Hand, ein Fohlen zeigt eine elegantere Gangart wie ein Geißbock, zur Zeit scheinen sich beide Vereine auch an ihre Vorbilder zu halten. Der FC Köln bot seinen Anhängern in der ersten Halbzeit "bockige" Kost, erst im zweiten Abschnitt wurde es etwas flüssiger und besser.

Die Anreise in die Hauptstadt von "Alaaf" war diesmal ohne Bahnprobleme, man mußte ja nicht umsteigen. Deshalb machte die Verspätung auch nichts aus, Deutschlands berühmtestes Stellwerk in Mainz passierte man ohne Mühen. Vom Kölner Hauptbahnhof ging ich durch die Shoppinhgmeile zum Neumarkt und fuhr mit der KVB zum Stadion. Viele Haltepunkte und brütende Hitze in der "Strampel" brachten das Blut schon vor dem Anpfiff in Wallung. Das ehemalige Müngersdorfer Stadion heißt jetzt RheinEnergiestadion ist ein wunderbarer Fußballtempel. Also ich geb ja nicht gerne zu, aber der Kasten hat was. 39.000 Zuschauer wollten endlich den ersten Sieg sehen und Sandhausen kam wohl gerade recht. Allerdings wurde die Darbietung der Heimelf der stimmungsvollen Kulisse nicht gerecht, dem 0:0 Pausenpfiff folgten Pfiffe von den Rängen. Erst ein geiler Weitschuß von "Man of the match" Risse brachte das 1:0 und derselbe Akteuer verwandelte einen klaren Elfer zum 2:0 Endstand. Na bitte, geht doch. Ob es allerdings in dieser Verfassung zu höheren Aufgaben reicht, datf bezweifelt werden.

Vom SV Sandhausen hatten sich rund 400 Leute nach Kölle begeben, sie unterstützten ihr Team im Rahmen der Möglichkeiten, das ist aller Ehren wert. Der FC-Anhang kann sehr leidenschaftlich sein, man singt mit Inbrunst seine Hymne vor dem Anpfiff und bereitet der Mannschaft den optischen und akkustischen Hintergrund für Erfolge. Man lechtzt förmlich nach der ersten Liga. Alles ist da, eine tolle Stadt, ein tolles Publikum, ein echte geiles Stadion, nur bei der Mannschaft klemmt es noch gewaltig. Was ja nicht ist, kann ja noch werden. Vielleicht gibt es schon in der kommenden Saison wieder ein Duell zwischen den Fohlen und dem Geißbock, dann brennts wieder am Rhein.

Nach dem Schlußpfiff ergab sich eine "Fahrplanänderung", mehr darüber im nächsten Bericht.

RaMü

Bild: Von der S-Bahn zum Stadion, nur 500 Meter !

Bild: Stimmungsvolles Einlaufen !

Bild: Schwarzer "Wellenbrecher" im roten Meer; Fans des SV Sandhausen.

Bild: Wirklich gelungen; RheinEnergieStadion in Köln.